23 Dez

VERNETZEN im St.-Martinus-Stift

 

Teil­ha­ben an Ver­an­stal­tun­gen im Haus und drau­ßen in Weve­ling­ho­ven und im Kreis – das war die auch von Schwes­ter Celi­na mit Nach­druck ver­folg­te Idee z. B. für die Bewoh­ner der Ein­rich­tung, die ger­ne teil­ha­ben möch­ten aber nicht  per­sön­li­ch teil­neh­men kön­nen.

Unter dem Stich­wort VERNETZEN sah der Ver­ein His­to­ri­sches Weve­ling­ho­ven e.V. hier eine Auf­ga­be im Sin­ne sei­ner Sat­zung und sei­ner Hand­lungs­im­pul­se

Erin­nern-Mar­kie­ren-Ver­net­zen”

Tech­ni­sch mus­s­te dazu die Video-Haus­an­la­ge ent­spre­chend ergänzt wer­den. Der ers­te Schritt ist die Über­tra­gungs­mög­lich­keit aus der Kapel­le. Andach­ten, Got­tes­diens­te, Vor­trä­ge, Gesprächs­run­den  kön­nen jetzt in den Wohn­be­rei­chen gese­hen und gehört wer­den.

Über­tra­gun­gen aus dem Ein­gangs­be­reich, zum Bei­spiel der Emp­fang des Bür­ger-Schüt­zen-Ver­eins Weve­ling­ho­ven am Ehren­abend oder the­ma­ti­sche Aben­de wie „Klö­nen bei Kru­chens” und — noch ein wei­te­rer Schritt — Aktu­el­les aus dem Ort und der Regi­on kom­men durch Ver­net­zung über Bild­schirm und Laut­spre­cher zu den Men­schen.

Ein­spie­lun­gen auch von älte­ren Bil­dern und Fil­men aus Weve­ling­ho­ven, Gre­ven­broich und dem Kreis kön­nen die  Bio­gra­phie­ar­beit im Haus beglei­ten, die auf die indi­vi­du­el­le Lebens­ge­schich­te der Bewoh­ner ein­geht.

Thi­lo Spy­chals­ki, Geschäfts­füh­rer St.-Augustinus-Kliniken und Nad­ja Pien­kow­ski, Ein­rich­tungs­lei­te­rin St.-Martinus-Stift begrüß­ten am 19. Dezem­ber 2016 zur Vor­stel­lung der Akti­on Redak­teu­re der Neuss-Gre­ven­broi­cher Zei­tung und des Erft-Kurier sowie Theo und Mag­da Hoer und Armin Moh­ren vom His­to­ri­sches Weve­ling­ho­ven e.V.

Der Ver­ein hat die jetzt in Betrieb genom­me­ne Tech­nik in Auf­trag gege­ben. Das ist mög­li­ch gemacht wor­den durch groß­zü­gi­ge Unter­stüt­zung Drit­ter. So erhielt der Ver­ein als Unter­stüt­zung sei­ner Plä­ne aus PS-Zwecker­trä­gen € 4.000,- von der Spar­kas­se Neuss.

Ger­ne und herz­li­ch wur­de daher vom Haus und vom Ver­ein Herr Ste­phan Mei­ser von der Spar­kas­se Neuss begrüßt. Den Dank an die Spar­kas­se Neuss quit­tier­te Ste­phan Mei­ser mit der Fest­stel­lung, „hier kann etwas an Men­schen zurück­ge­ge­ben wer­den, die über Jahr­zehn­te Kun­den und Geschäfts­part­ner waren”.

Mate­ri­ell und mit Ide­en wei­ter mit­hel­fen will der Ver­ein His­to­ri­sches Weve­ling­ho­ven e.V., der Phan­ta­sie bei der Beglei­tung und Gestal­tung der Ver­net­zung im St.-Martinus-Stift und in Weve­ling­ho­ven sind laut Vor­sit­zen­dem Theo Hoer kei­ne Gren­zen gesetzt. T-Shirts für Akti­ve von Mar­ti­nus-TV sind laut Thi­lo Spy­chals­ki fast schon fer­tig.

Theo Hoer

 

11 Dez

Weihnachtsgruss und Termine 2017

Lie­be Mit­glie­der und Freun­de unse­res Ver­eins,

für den Ter­min­ka­len­der 2017 hier schon heu­te die vor­be­rei­te­ten Ter­mi­ne:

Über die Flu­ren” am Mitt­wo­ch, den 29. März 2017
Cas­trum Nova­esi­um — Das Neus­ser Legi­ons­la­ger in der zwei­ten Stein­bau­pha­se 80 bis 103 n.Chr.

Das von der XVI. und VI. römi­schen Legi­on an der Erft­mün­dung errich­te­te Lager mit einer Aus­deh­nung von 600 mal 450  Metern ent­spre­chend einer Flä­che von 27 Hekt­ar beher­berg­te zeit­wei­se mit allen Hilfs­trup­pen bis zu 10.000 Mann.

Heinz Bir­ken­heu­er aus Weve­ling­ho­ven hat es mit Lothar Kirch­mey­er auf der Grund­la­ge der von Con­stan­tin Coe­n­en 1877 ent­deck­ten Anzei­chen und der von 1886 bis 1900 unter sei­ner Lei­tung aus­ge­führ­ten Gra­bun­gen maß­stab­ge­recht rekon­stru­iert.

Heinz Bir­ken­heu­er ent­führt uns am 29. März über sei­ne Model­le in die Zeit vor nahe­zu 2000 Jah­ren. Das war und ist ganz nah bei uns, und die Römer­stras­se in Weve­ling­ho­ven weist uns auf kur­zem Weg zur Erft­mün­dung und zum heu­ti­gen Grim­ling­hau­sen.

17:15 Uhr Bus­ab­fahrt Markt­platz Sei­te Ost­stra­ße
18:00 Uhr Neuss-Hum­boldt­stras­se 2, Tagungs­ho­tel der Deut­schen Tele­kom

Um 20:00 Uhr sind wir zurück in Weve­ling­ho­ven zur

Jah­res­haupt­ver­samm­lung 2017.

Die Ein­la­dung und Tages­ord­nung fol­gen.

Auf den Spu­ren” am Sams­tag, den 07. Okto­ber 2017

Josef Bal­zer, Maria, geb.Behrens, geb. 13.11.1899 in Weve­ling­ho­ven” – eine Kar­tei­kar­te, ein Schick­sal begeg­net uns in der Gedenk­stät­te in der ehe­ma­li­gen Abtei Brau­wei­ler.

Auch das kann „auf den Spu­ren” bedeu­ten.

Die 1024 gegrün­de­te Bene­dik­ti­ner­abei Brau­wei­ler hat­te eine bedeut­sa­me Stel­lung in unse­rer Regi­on und im Reich. Schon im 19. Jahr­hun­dert nach Auf­lö­sung der Abtei Dis­zi­pli­nie­rungs­an­stalt für Bett­ler, Land­strei­cher, Pro­sti­tu­ier­te, ent­mün­dig­te Alko­ho­li­ker, wird hier in natio­nal­so­zia­lis­ti­scher Zeit ein frü­hes „Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger” ein­ge­rich­tet und wer­den im Sep­tem­ber 1944 zahl­rei­che Anstalts­in­sas­sen in Ver­nich­tungs­la­ger über­stellt.

Kon­rad Ade­nau­er ist hier mit sei­ner Frau Gus­sie im Herbst 1944 Häft­ling der Gesta­po.

Mit Stu­di­en­di­rek­tor i.R. Josef Wiß­kir­chen, ehe­mals Leh­rer am Eras­mus-Gym­na­si­um in Gre­ven­broich, haben wir eine Füh­rung um

12:00 Uhr in der Abtei­kir­che St. Niko­laus und im Abtei­ge­bäu­de, und um
13:45 Uhr eine Füh­rung durch die Gedenk­stät­te.
15:00 Uhr Zeit für Kaf­fee und Kuchen und Gesprä­che
17:00 Uhr Ankunft Weve­ling­ho­ven

Für Über die Flu­ren (Cas­trum Nova­esi­um — Das Neus­ser Legi­ons­la­ger) und Auf den Spu­ren (Josef Bal­zer, Maria, geb.Behrens, geb. 13.11.1899 in Weve­ling­ho­ven) jetzt schon mel­den unter 02181 74202 Theo und Mag­da Hoer oder info@historisches-wevelinghoven.de.

Bit­te beach­ten Sie: die Teil­neh­mer­zahl ist auf maxi­mal 24 Per­so­nen begrenzt!

Wir wün­schen Ihnen, lie­be Mit­glie­der und ihren Fami­li­en, eine besinn­li­che Advents­zeit, ein geseg­ne­tes Weih­nachts­fest und ein gutes Jahr 2017.

Herz­li­ch grüßt Ihr Vor­stand

Theo Hoer, Vor­sit­zen­der
Niko­lai Doh­len, 2. Vor­sit­zen­der
Armin Moh­ren, Geschäfts­füh­rer
Mag­da Hoer, Kas­sie­re­rin

11 Dez

Historisches Wevelinghoven e.V. 2016 im Rückblick

ERINNERN-MARKIEREN-VERNETZEN

bleibt auch in der Rück­schau auf das zu Ende gehen­de Jahr Impuls unse­rer Akti­vi­tä­ten. Die ohne Zwei­fel bedeut­sams­te Nach­richt erreich­te uns mit Pas­to­rat 09. Die Ret­tung des zuse­hends ver­fal­len­den Alten Pas­to­ra­tes, 2005 am Oster­feu­er noch ein Traum, ist nun Rea­li­tät.

Die aktu­el­le Aus­ga­be der Schrif­ten­rei­he PASTORAT, die wir seit Beginn beglei­ten und unter­stüt­zen, teilt uns in Text und Bild mit: Der Erhalt des Alten Pas­to­rats ist gesi­chert, es wird Bestand­teil des neu­en Pfarr­zen­trums der Katho­li­schen Kir­chen­ge­mein­de St. Mar­ti­nus.

Der Traum am Oster­feu­er 2005 hat sei­ner­zeit umge­hend zur Grün­dung des Ver­eins His­to­ri­sches Weve­ling­ho­ven e.V. geführt. Mit sei­nen Akti­vi­tä­ten das Augen­merk der Öffent­lich­keit und dann auch der Ent­schei­der auf den his­to­ri­schen Schatz an der Erft in Weve­ling­ho­ven gelenkt zu haben, darf der Ver­ein His­to­ri­sches Weve­ling­ho­ven in aller Beschei­den­heit für sich in Anspruch neh­men.

Als „Geschenk der Geschich­te” bezeich­net Dipl.-Ing. Archi­tekt Klaus Kne­vels in sei­nem Bei­trag „Erzwun­ge­ne Öku­me­ne” in Pas­to­rat 09 respekt­voll und begeis­tert das alte Haus und begrüßt die Ent­schei­dung der Kir­chen­ge­mein­de, „die­ses Haus …, als Teil des neu­en Pfarr­zen­trums zu erhal­ten und zu revi­ta­li­sie­ren”.

Dem schlie­ßen wir uns ohne Ein­schrän­kung an. Wir freu­en uns mit der Katho­li­schen Pfarr­ge­mein­de St. Mar­ti­nus und für Weve­ling­ho­ven, wenn hier an der Unter­stras­se eine wei­te­re für alle offe­ne Ein­rich­tung ent­steht, wie wir sie mit dem Pas­tor-Deh­nert-Haus der Evan­ge­li­schen Kir­chen­ge­mein­de am Hem­mer­de­ner Weg nun seit Jah­ren ken­nen.

 

ERINNERN vor 4 Jah­ren

1653 - die­se Jah­res­zahl fin­det man auf dem Schluss­stein in einem gut erhal­te­nen Kamin­sims im Alten Pas­to­rat in Weve­ling­ho­ven. Das erstaun­li­ch gro­ße Gebäu­de, bereits seit über 150 Jah­re nicht mehr als Pas­to­rat genutzt, ist erst in den letz­ten Jah­ren wie­der in das Blick­feld gekom­men. Jahr­zehn­te­lang ohne beson­de­re Nut­zung, ver­steckt hin­ter einer gro­ßen Mau­er an der Unter­stra­ße, war der bau­li­che Ver­fall fast Pro­gramm.

Dies zu ver­hin­dern war die Absicht von jun­gen Leu­ten, die in einer Oster­nacht am Feu­er im Pfarr­gar­ten den Plan schmie­de­ten, zu die­sem Zweck einen Ver­ein zu grün­den. Das wur­de 2005 mit der Grün­dung des Ver­eins His­to­ri­sches Weve­ling­ho­ven e.V. in die Tat umge­setzt.

Mit der Teil­nah­me an Tagen des Offe­nen Denk­mals, Stän­den auf dem Mai­markt, Vor­trä­gen und Ver­öf­fent­li­chun­gen konn­te als ers­tes Teil­ziel die Auf­merk­sam­keit zunächst der Weve­ling­ho­ve­ner erzeugt wer­den.

Heu­te zeich­net sich mit der geplan­ten Errich­tung eines neu­en Pfarr­zen­trums der Kir­chen­ge­mein­de St. Mar­ti­nus in Weve­ling­ho­ven bereits eine Nut­zungs­mög­lich­keit ab, die die ent­ste­hen­den Kos­ten ver­tret­bar erschei­nen lässt. Ers­te kon­kre­te bau­li­che Siche­rungs­maß­nah­men im Bereich der Fun­da­men­te, der tra­gen­den Wän­de und des Dach­stuhls wur­den nach umfang­rei­chen Unter­su­chun­gen durch­ge­führt.

Das Haus ist wie­der begeh­bar und am Tag des Offe­nen Denk­mals im Sep­tem­ber 2012 konn­te Archi­tekt Klaus Kne­vels eine gro­ße und sehr inter­es­sier­te Besu­cher­grup­pe durch alle Räu­me bis auf den Dach­stuhl füh­ren. Das ist ein gro­ßer Schritt nach vor­ne.

Noch im Som­mer 2011 schloss Ver­eins­vor­sit­zen­der Bür­ger­meis­ter a. D. Theo Hoer Über­le­gun­gen zur Jah­res­zahl 1653 und zur Fra­ge, wer denn nun eigent­li­ch das Alte Pas­to­rat errich­tet hat mit der Fest­stel­lung:

Eine gemein­sa­me Bau­maß­nah­me (Pro­tes­tan­ten und Catho­li­ken) wäh­rend Zei­ten simul­ta­ner Nut­zung darf in rela­tiv gesi­cher­ter Kennt­nis der Bezie­hun­gen der Kon­fes­sio­nen zur dama­li­gen Zeit als unmög­li­ch ange­nom­men wer­den. Die Kern­auf­ga­be ist jedoch nicht, den oder die Erbau­er zu fin­den, son­der das vor mehr als 350 Jah­ren errich­te­te Bau­denk­mal zu sichern und vor dem Unter­gang zu bewah­ren.“

Die aktu­el­le Ent­wick­lung ist ein Glücks­fall, viel­leicht sogar mehr als das und ist für Weve­ling­ho­ven auch ein öku­me­ni­scher Auf­trag.

 

MARKIEREN Wie ist das Schloß ver­schwun­den?

Ein über­wach­se­ner und baum­be­stan­de­ner unre­gel­mä­ßi­ger Hügel auf der heu­ti­gen Insel im Stadt­park zu Weve­ling­ho­ven ist ganz unauf­ge­regt und schlicht mit der Bezeich­nung „Wüs­tung” als Boden­denk­mal in die Denk­mal­lis­te der Stadt Gre­ven­broich ein­ge­tra­gen. Dafür, daß wir hier kei­ne natür­li­che Erhe­bung vor uns haben, lie­gen uns etli­che Doku­men­te aus der Geschich­te vor.

Die ganz gro­ße Über­ra­schung jedoch ist das Gemäl­de „Schloß Weve­ling­ho­ven”, wel­ches wir auf den Spu­ren am 3. Sep­tem­ber auf Schloß Hohen­lim­burg ent­deck­ten. Der eine oder ande­re Mit­rei­sen­de woll­te kaum glau­ben, daß sol­ch ein offen­sicht­li­ch recht ansehn­li­ches und umfang­rei­ches Gebäu­de hier in Weve­ling­ho­ven gestan­den haben soll und ers­te Inter­pre­ta­ti­ons­ver­su­che mach­ten die Run­de.

Nun ist es so, daß auf Schloß Hohen­lim­burg neben dem Gemäl­de von Schloß Weve­ling­ho­ven auch Gemäl­de von ande­ren Schlös­sern der Gra­fen von Bent­heim zu sehen sind und die­se his­to­ri­schen Anla­gen wie Schloß Rhe­da oder Hohen­lim­burg fast 1 zu 1 noch exis­tie­ren. Ein Ver­gleich zwi­schen Gemäl­den und Wirk­lich­keit gibt kei­ne Hin­wei­se auf Über­trei­bun­gen oder beson­de­re Über­hö­hun­gen oder dar­stel­le­ri­sche Tricks. War­um soll­te der Maler oder die Werk­statt da bei Weve­ling­ho­ven eine Aus­nah­me gemacht haben? Auch die uns bekann­ten Grund­ris­se aus frü­he­ren Zei­ten las­sen durch­aus den Schluß auf eine bemer­kens­wer­te Anla­ge zu.

Schloß Weve­ling­ho­ven” dürf­te als Bezeich­nung erst zur Zeit der Regent­schaft der Gra­fen von Bent­heim für das vor­her als „Lie­ven­dahl” bekann­te Anwe­sen auf­ge­kom­men sein. Wir wol­len doch ein wenig mehr wis­sen und mei­nen, das ver­schwun­de­ne Schloß und sei­ne Geschich­te sind es wert, näher unter­sucht zu wer­den.

1670 bis 1685 tra­fen sich hier die Mit­glie­der der Refor­mier­ten Gemein­de Weve­ling­ho­ven zu ihren Got­tes­diens­ten und Ver­samm­lun­gen. Der bau­li­ch schlech­te Zustand wird übri­gens damals nach­drück­li­ch erwähnt mit der Bit­te um Abhil­fe an die Her­ren von Weve­ling­ho­ven, die Gra­fen von Bent­heim.

In fran­zö­si­scher Spra­che abge­fasst ist am 19. Dezem­ber 1808 der Ver­kauf der „Burg” Weve­ling­ho­ven sei­tens des Gra­fen Emil-Fried­rich von Bent­heim-Teck­len­burg an Ger­hard Koch, Kauf­händ­ler zu Weve­ling­ho­ven. War­um die­ser oder sei­ne Nach­fol­ger die Gebäu­de west­li­ch der Erft im Lau­fe der Zeit auf­ga­ben und ver­fal­len lie­ßen, ist nicht mehr in den Bent­hei­mer Archi­ven nach­zu­le­sen, dazu wer­den wir ande­re Quel­len suchen müs­sen.

Unser Weg führt nun zum Rhein-Kreis Neuss Archiv mit den ent­spre­chen­den Fra­ge­stel­lun­gen. Ein ers­ter Ter­min dazu ist noch im Dezem­ber ver­ab­re­det.

Im Find­buch zu den For­schun­gen zur Geschich­te unse­rer Regi­on in West­fä­li­schen Adels­ar­chi­ven begeg­nen uns etli­che Hin­wei­se auf Burg/Schloß Lie­ven­dahl, spä­ter Weve­ling­ho­ven. Ein Inven­tar­ver­zeich­nis, Rech­nun­gen zu Bau­ar­bei­ten, Beauf­tra­gung eines Bau­meis­ters Pas­qua­li­ni, Pacht-und Kauf­ver­trä­ge und noch vie­les mehr müs­sen zuge­ord­net und inter­pre­tiert wer­den.

Sicher Infor­ma­tio­nen genug, fach­män­ni­schen Rat und Beglei­tung zu unse­ren Bemü­hun­gen ein­zu­ho­len.

 

VERNETZEN im St.-Martinus-Stift

Unse­ren Arbeits­im­puls „Ver­net­zen” konn­ten wir in die­sem Jahr im St. Mar­ti­nus­stift umset­zen. Die ers­te Ver­an­stal­tung der 2016 fol­gen­den Rei­he „Klö­nen bei Kru­chens” haben wir als Ver­ein 2015 im Rah­men eines Tages der offe­nen Tür im St. Mar­ti­nus­stift durch­ge­führt. Die Kapel­le war Ver­an­stal­tungs­ort. Schon damals tauch­te der Gedan­ke auf, sol­che Ver­an­stal­tun­gen den Bewoh­nern im Stift über das Haus­netz auf den Bild­schir­men zugäng­li­ch zu machen…

Die­sen Plan berich­te­ten wir in der Jah­res­haupt­ver­samm­lung im Früh­jahr 2016 den Mit­glie­dern. Nach Prü­fung der tech­ni­schen Mach­bar­keit und der zu erwar­ten­den Kos­ten konn­te die Finan­zie­rung mit Hil­fe einer Zuwen­dung der Spar­kas­se Neuss aus PS-Zwecker­trag und einer wei­te­ren auf das Ziel bezo­ge­nen Spen­de sicher­ge­stellt und der Auf­trag erteilt wer­den.

Die tech­ni­schen Ein­rich­tun­gen für Auf­nah­men bezie­hungs­wei­se Über­tra­gun­gen aus dem Bereich der Kapel­le sind geschaf­fen und im Novem­ber in Betrieb gegan­gen. In einem nächs­ten Schritt kann die Ein­be­zie­hung des Ein­gangs­be­rei­ches ange­gan­gen wer­den, um auch die­sen mit dem Haus zu ver­net­zen.

Die Ver­an­stal­tun­gen „Klö­nen bei Kru­chens” im Jahr 2016 hat­ten guten Zulauf. Aus unse­rem Austel­lungs­be­su­ch „bös teut­sch-bös evan­ge­li­sch” ging am 12. Janu­ar ein Abend mit dem Direk­tor des Muse­ums Schloß Rhe­ydt, Dr. Karl Heinz Wieg­mann her­vor und die ehe­ma­li­ge Köl­ner Dom­bau­meis­te­rin Dr. Bar­ba­ra Scho­ck-Wer­ner ent­führ­te am 19. April in ihre Welt und Sicht der­sel­ben.

Zuletzt am 21. Novem­ber waren 120 Besu­cher bei einem Abend „Klö­nen bei Kru­chens” mit Wil­li­bert Pau­els.

Der 2016 zum ers­ten­mal im Foy­er des St. Mar­ti­nus-Stif­tes durch­ge­führ­te Emp­fang des Bür­ger­schüt­zen­ver­eins Weve­ling­ho­ven zum Ehren­abend ist es gewiß wert, den Bewoh­nern des Hau­ses auch via Bild­schirm ange­bo­ten zu wer­den. Inter­es­san­te loka­le Ereig­nis­se live zu über­tra­gen, das wäre doch was.

Wir wer­den berich­ten.

Theo Hoer

28 Nov

Ausstellung zu 200 Jahre rheinische und westfälische Kreise

Am Don­ners­tag, den 1. Dezem­ber 2016 eröff­net Land­rat Hans-Jür­gen Petrausch­ke um 19.00 Uhr im Licht­hof des Kreis­hau­ses Neuss (Ober­stra­ße 91, 41460 Neuss) eine Aus­stel­lung über 200 Jah­re rhei­ni­sche und west­fä­li­sche Krei­se.

Alle inter­es­sier­ten Bür­ger sind zu die­ser Ver­an­stal­tung ein­ge­la­den. Die Aus­stel­lung mit dem Titel „Von der preu­ßi­schen Obrig­keit zur bür­ger­li­chen Selbst­ver­wal­tung“ ist dana­ch bis zum 30. Dezem­ber im Kreis­haus zu sehen. Anlass ist die 200. Wie­der­kehr der Ein­rich­tung von Krei­sen im hie­si­gen Raum.

Die Wan­der­aus­stel­lung wur­de vom Arbeits­kreis der nord­rhein-west­fä­li­schen Kreis­ar­chi­ve beim Land­kreis­tag Nord­rhein-West­fa­len erar­bei­tet und durch das Archiv im Rhein-Kreis mit kon­kre­ten Bezü­gen zum Kreis­ge­biet ergänzt. Dabei wird deut­li­ch, dass auch der Rhein-Kreis Neuss häu­fi­ge und grund­le­gen­de Wand­lungs­pro­zes­se durch­lau­fen hat. Im Jahr 1816 wur­de er gegrün­det als ein mit über­schau­ba­ren Res­sour­cen und Kom­pe­ten­zen aus­ge­stat­te­tes Instru­ment preu­ßi­scher Obrig­keit. Bis heu­te hat er sich zu einer leis­tungs­star­ken und ser­vice­ori­en­tier­ten Selbst­ver­wal­tungs­kör­per­schaft ent­wi­ckelt, die eigen­ver­ant­wort­li­ch die ihr zuge­wie­se­nen staat­li­chen und kom­mu­na­len Auf­ga­ben wahr­nimmt.

Beglei­tend zur Aus­stel­lung ist ein Sam­mel­band mit zahl­rei­chen Bil­dern erschie­nen, der das The­ma ver­tieft. Die Aus­stel­lung ist mon­tags bis don­ners­tags von 8 bis 18 Uhr sowie frei­tags von 8 bis 15 Uhr geöff­net.

Bür­ger, die an der Eröff­nung teil­neh­men wol­len, mel­den sich beim Archiv im Rhein-Kreis Neuss an unter Tele­fon 02133 530210 oder per E-Mail unter kreisarchiv@rhein-kreis-neuss.de.

ACHTUNG!

Der Kreis­hei­mat­bund Neuss bie­tet am Mitt­wo­ch, den 7. Dezem­ber 2016 von 16.30 bis 18.00 einen geführ­ten Besu­ch durch die Aus­stel­lung. Die Füh­rung über­nimmt Dr. Ste­phen Schrö­der, der Lei­ter des Archivs im Rhein-Kreis Neuss.

Für Mit­glie­der des Kreis­hei­mat­bun­des ist die­se Ver­an­stal­tung kos­ten­frei, aller­dings wird um eine ver­bind­li­che Anmel­dung bis zum 5. Dezem­ber per Mail, Tele­fon 02133 530210 oder Fax 02133 5302291 gebe­ten.

15 Nov

Jahrbuch 2017 des Kreisheimatbundes

Umschlag 2017-RZ.indd

Die Aus­ga­be 2017 des vom Kreis­hei­mat­bund Neuss her­aus­ge­ge­be­nen Jahr­bu­ches ist seit eini­gen Tagen erhält­li­ch.

Auf den Leser war­ten 21 illus­trier­te Bei­trä­ge auf 300 Sei­ten. Einen the­ma­ti­schen Schwer­punkt bil­det mit drei Bei­trä­gen der 200. Jah­res­tag der Grün­dung der Krei­se Gre­ven­broich und Neuß als Vor­gän­ger des heu­ti­gen Rhein-Krei­ses durch die Preu­ßen im Jahr 1816. Dar­über hin­aus fin­den sich in dem neu­en Jahr­buch Bei­trä­ge unter ande­rem zu den The­men Eisen­bahn­ge­schich­te, Sol­da­ten­schick­sa­le im Ers­ten Welt­krieg, Musik und Sport.

Wie bei den frü­he­ren Aus­ga­ben gehö­ren zudem eine Biblio­gra­phie der neu erschie­ne­nen Lite­ra­tur sowie eine Kreis­chro­nik zum „Jahr­buch 2017“. Hier das voll­stän­di­ge Inhalts­ver­zeich­nis.

Her­aus­ge­ber ist wie gesagt der Kreis­hei­mat­bund Neuss e.V., die Schrift­lei­tung liegt beim Archiv im Rhein-Kreis Neuss, des­sen Mit­ar­bei­ter auch für die­sen Band wie­der Bei­trä­ge ver­fasst haben.

Der regu­lä­re Ver­kaufs­preis für das Jahr­buch beträgt unver­än­dert € 12,-. Für die Mit­glie­der des Kreis­hei­mat­bun­des (wie unse­ren Ver­ein) gilt aller­dings ein Vor­zugs­preis von € 9,- und wir geben die­sen Preis­vor­teil wie in den ver­gan­ge­nen Jah­ren selbst­ver­ständ­li­ch an unse­re eige­nen Mit­glie­der und Inter­es­sen­ten wei­ter.

Soll­ten Sie Inter­es­se an einer Aus­ga­be haben (macht sich auch gut als klei­nes Weih­nachts­prä­sent), bit­ten wir um eine kur­ze Nach­richt.

20 Sep

Auf den Spuren 2016

 

Ein Bild von Schloß Weve­ling­ho­ven auf Schloß Hohen­lim­burg“ — The­ma für die Excur­si­on 2016 mit dem Ver­ein His­to­ri­sches Weve­ling­ho­ven e.V.

Wegen mög­li­cher und von Pro­fis natür­li­ch ein­ge­plan­ter Behin­de­run­gen auf den Auto­bah­nen im Rechts­rhei­ni­schen geht es am 3. Sep­tem­ber schon um 9:00 Uhr am Markt­platz in Weve­ling­ho­ven los.

Wie immer ver­kürzt Theo Hoer die Fahrt durch sei­ne Berich­te über Wich­ti­ges bezie­hungs­wei­se Bemer­kens­wer­tes an der Stre­cke. Schwe­be­bahn mit Erbau­er Eugen Lan­gen, uns als Mit­be­grün­der der Zucker­fa­bri­ken Pfei­fer & Lan­gen bekannt, Fir­men­na­men wie z.B. Bay­er, Vor­werk und Ibach ste­hen für Wup­per­tal.

Den Stadt­na­men gibt es nach einer Neu­glie­de­rung aus den Groß­städ­ten Bar­men und Elber­feld und wei­te­ren Städ­ten erst seit 1930 durch Bür­ger­ent­scheid.

Tex­til­fa­bri­kan­ten­sohn Fried­rich Engels enga­giert sich in der Armen­für­sor­ge des „Elber­fel­der Sys­tem“ und der TÜV Rhein­land ent­wi­ckelt sich aus dem hier 1872 gegrün­de­ten „Dampf­kes­sel­über­wa­chungs­ver­ein“.

Die säch­si­sche Sigi­burg, heu­te Hohen­sy­burg, wird schon von Trup­pen Karl des Gro­ßen ein­ge­nom­men und grüßt hoch oben für das schnell erreich­te Hagen.

Klin­gen­schmie­de und Ham­mer­wer­ke und dann Schwer­in­dus­trie bei Klöck­ner in der Has­per Hüt­te, Stahl­wer­ke Süd­west­fa­len AG, Brandt’s Zwie­back und Vil­losa-Süßig­kei­ten sind hier über­wie­gend Ver­gan­gen­heit. Noch hat die Kalt­wal­z­in­dus­trie im 1975 ein­ge­mein­de­ten Hohen­lim­burg Stel­len­wert.

Beson­ders fällt hier am Ein­gang zu Sau­er­land und Süd­west­fa­len das Schloß Hohen­lim­burg ins Auge.

Eine gelun­ge­ne Füh­rung mit Herrn Scholz durch die­ses wahr­haft authen­ti­sche Denk­mal ver­gan­ge­ner Zei­ten mit Zukunfts­per­spek­ti­ve ist der Höhe­punkt des son­ni­gen Tages. Zwar sind Tei­le des Schlos­ses im Umbau, aber Herr Scholz hat für alle Räu­me einen Schlüs­sel.

Wir müs­sen schau­en und das Gese­he­ne irgen­wie spei­chern, Foto­gra­fie­ren ist, dafür haben wir Ver­ständ­nis, vor allem in den Umbau-und Reno­vie­rungs­be­rei­chen nicht erwünscht.

Aber das mit Span­nung erwar­te­te Gemäl­de von Schloß Weve­ling­ho­ven dür­fen wir auch elek­tro­ni­sch spei­chern. Die Über­ra­schung war groß und mün­de­te teil­wei­se in Ungläu­big­keit.

Das groß­for­ma­ti­ge Bild befin­det sich im Kon­text mit Bil­dern von Schloß Hohen­lim­burg und Rhe­da offen­sicht­li­ch vom sel­ben Maler.

Die Gra­fen, heu­te Fürs­ten von Bent­heim-Teck­len­burg waren bekannt­li­ch auch die Her­ren von Weve­ling­ho­ven, besit­zen Schloß Hohen­lim­burg noch heu­te. Lan­ge Zeit war es nicht nur stän­di­ger Wohn­sitz son­dern auch Ver­wal­tungs­sitz. Aus die­ser Zeit stam­men ver­mut­li­ch auch die Gemäl­de der Besitz­tü­mer und damit auch des Schlos­ses Weve­lingh­go­ven.

Das Weve­ling­ho­ve­ner Wap­pen im Bent­heim-Teck­len­bur­ger fin­den wir auf einer Sti­cke­rei im Haus und in Stein über einer Türe zum Neu­en Pal­las, in dem übri­gens auch ein­mal Rit­ter von Nes­sel­ro­de wohn­ten.

Spä­ter, beim Besu­ch der von den Gra­fen von Bent­heim-Teck­len­burg begrün­de­ten refor­mier­ten Kir­che unten in der Stadt, begeg­nen wir erneut dem alten Weve­ling­ho­ve­ner Wap­pen.

Viel gehört und gese­hen, viel zum Nach­den­ken und in Zukunft auch Nach­for­schen strengt an, die Ein­kehr im Haus Schle­si­er­land in Hohen­lim­burg bie­tet dazu die erwünsch­te Pau­se. Küche und Ser­vice ver­die­nen unser Kom­pli­ment, wir kön­nen die­ses Restau­rant emp­feh­len.

Weil sie am Heim­weg liegt, machen wir an der monu­men­ta­len Müngs­te­ner Brü­cke Halt und erle­ben noch ein­mal ein wenig Nost­al­gie an einem Kiosk mit Mini­golf­bahn, Zigar­ren, Ziga­ret­ten, Kaf­fee im Becher und als Süßig­keit „Wup­per­schlamm“. Ein Gruß aus frü­he­ren Zei­ten – wer weiß, wie lang noch zu erle­ben.

Punkt 19:00 Uhr, wie geplant, hält Frau Wick­lein den Rei­se­bus wie­der auf dem Markt­platz an.

Mit dem Bild vom Schloß Weve­ling­ho­ven haben wir die Beschäf­ti­gung mit dem ehe­ma­li­gen Sitz des Hau­ses Lie­ven­dahl erst begon­nen, wir haben uns erin­nert. Wenn die Erin­ne­rung über­schau­ba­rer ist, wer­den wir das „Schloß im Park an der Erft“ mar­kie­ren.

Theo Hoer

07 Sep

NGZ-Bericht zum Schloss Wevelinghoven

Den heu­te in der Neuss-Gre­ven­broi­cher Zei­tung erschie­ne­nen Arti­kel zum Schloss Weve­ling­ho­ven ver­öf­fent­li­chen wir mit freund­li­cher Geneh­mi­gung des Ver­lags.

Unser aus­führ­li­cher Bericht über die Exkur­si­on folgt in der nächs­ten Woche. 

Gemaelde_Schloss_Wevelinghoven

Weve­ling­ho­ve­ner Burg auf altem Gemäl­de ent­deckt

Vom Sitz der Her­ren von Weve­ling­ho­ven blie­ben nur Trüm­mer übrig. Ein altes Bild zeigt das Schloss in vol­ler Pracht.

Von Wil­jo Piel

Im Weve­ling­ho­ve­ner Stadt­park lie­gen Mau­er­res­te, die ein­st zum Schloss der Her­ren von Lie­ven­dahl gehör­ten. Dass es sich bei dem um 1800 unter­ge­gan­ge­nen Gemäu­er um einen recht statt­li­chen Bau gehan­delt haben muss, wur­de den Mit­glie­dern des Ver­eins „His­to­ri­sches Weve­ling­ho­ven” jetzt anschau­li­ch vor Augen geführt. Auf Schloss Hohen­lim­burg ent­deck­ten die Hei­mat­freun­de um Alt-Bür­ger­meis­ter Theo Hoer jetzt ein Ölge­mäl­de mit einer alten Ansicht der Gar­ten­stadt — und in deren Zen­trum ist die Burg Weve­ling­ho­ven in ihrer gan­zen Pracht zu sehen.

Das ist eine ech­te Über­ra­schung”, sagt Theo Hoer: „Und ein wert­vol­ler Fund zur geschicht­li­chen Doku­men­ta­ti­on unse­res Ortes.” Der Zusam­men­hang zwi­schen Weve­ling­ho­ven und Hohen­lim­burg ist his­to­ri­sch belegt: Anna von Weve­ling­ho­ven und Lie­ven­dahl brach­te ihr Erbe mit in die Ehe, die sie 1439 mit Hein­rich von Geh­men schloss. Von die­ser Ver­bin­dung aus ging Weve­ling­ho­ven durch Hei­rat, Ver­kauf und Schen­kung zunächst an Teck­len­burg und spä­ter an Bent­heim. Die Gra­fen von Bent­heim-Teck­len­burg kamen 1592 in den Besitz der Graf­schaft Lim­burg, und ab 1681 resi­dier­ten sie auf Schloss Hohen­lim­burg. „Zur Doku­men­ta­ti­on lie­ßen sie ihre Lie­gen­schaf­ten malen — und somit besit­zen sie noch heu­te auf Hohen­lim­burg auch ein Bild ihres Besit­zes als Her­ren von Weve­ling­ho­ven”, schil­dert Theo Hoer.

Von dem Ölge­mäl­de hat­te der ehe­ma­li­ge Bür­ger­meis­ter von einem Freund erfah­ren, der es zufäl­lig ent­deckt hat­te. Um sich das Werk ein­mal aus der Nähe anzu­se­hen, unter­nahm der Ver­ein „His­to­ri­sches Weve­ling­ho­ven” sei­ne Jah­res-Exkur­si­on nach Hohen­lim­burg. „Als nächs­tes wird die Inter­pre­ta­ti­on des Bil­des fol­gen”, sagt Hoer: „Wir wol­len es unter ande­rem auch mit his­to­ri­schen Ansich­ten ande­rer Besitz­tü­mer der Gra­fen ver­glei­chen.”

Gemein­sam mit den Bür­ger­schüt­zen möch­te der Ver­ein zudem die Hei­mat­ge­schich­te im Ort erleb­bar machen. An his­to­ri­schen Stät­ten wie der Mot­te am Klosterweg sol­len Hin­weis­ta­feln ange­bracht wer­den, die mit Hil­fe von QR-Codes auch wei­ter­füh­ren­de Infor­ma­tio­nen bie­ten sol­len. Auch die alten Mau­ern im Stadt­park wer­den mit einer sol­chen Tafel aus­ge­rüs­tet. „Ein Schlos­s­um­feld, das als ‚Stadt­park’ bezeich­net wer­den kann, soll­te nach Mei­nung der Weve­ling­ho­ve­ner spä­tes­tens dann wie­der erleb­bar sein”, sagt Theo Hoer.

Quel­le: Neuss-Gre­ven­broi­cher Zei­tung am 7. Sep­tem­ber 2016 (Online-Ver­si­on)
Bild: Theo Hoer