23 Dez

VERNETZEN im St.-Martinus-Stift

 

Teil­ha­ben an Ver­an­stal­tun­gen im Haus und drau­ßen in Weve­ling­ho­ven und im Kreis – das war die auch von Schwes­ter Celi­na mit Nach­druck ver­folg­te Idee z. B. für die Bewoh­ner der Ein­rich­tung, die ger­ne teil­ha­ben möch­ten aber nicht  per­sön­li­ch teil­neh­men kön­nen.

Unter dem Stich­wort VERNETZEN sah der Ver­ein His­to­ri­sches Weve­ling­ho­ven e.V. hier eine Auf­ga­be im Sin­ne sei­ner Sat­zung und sei­ner Hand­lungs­im­pul­se

Erin­nern-Mar­kie­ren-Ver­net­zen”

Tech­ni­sch mus­s­te dazu die Video-Haus­an­la­ge ent­spre­chend ergänzt wer­den. Der ers­te Schritt ist die Über­tra­gungs­mög­lich­keit aus der Kapel­le. Andach­ten, Got­tes­diens­te, Vor­trä­ge, Gesprächs­run­den  kön­nen jetzt in den Wohn­be­rei­chen gese­hen und gehört wer­den.

Über­tra­gun­gen aus dem Ein­gangs­be­reich, zum Bei­spiel der Emp­fang des Bür­ger-Schüt­zen-Ver­eins Weve­ling­ho­ven am Ehren­abend oder the­ma­ti­sche Aben­de wie „Klö­nen bei Kru­chens” und — noch ein wei­te­rer Schritt — Aktu­el­les aus dem Ort und der Regi­on kom­men durch Ver­net­zung über Bild­schirm und Laut­spre­cher zu den Men­schen.

Ein­spie­lun­gen auch von älte­ren Bil­dern und Fil­men aus Weve­ling­ho­ven, Gre­ven­broich und dem Kreis kön­nen die  Bio­gra­phie­ar­beit im Haus beglei­ten, die auf die indi­vi­du­el­le Lebens­ge­schich­te der Bewoh­ner ein­geht.

Thi­lo Spy­chals­ki, Geschäfts­füh­rer St.-Augustinus-Kliniken und Nad­ja Pien­kow­ski, Ein­rich­tungs­lei­te­rin St.-Martinus-Stift begrüß­ten am 19. Dezem­ber 2016 zur Vor­stel­lung der Akti­on Redak­teu­re der Neuss-Gre­ven­broi­cher Zei­tung und des Erft-Kurier sowie Theo und Mag­da Hoer und Armin Moh­ren vom His­to­ri­sches Weve­ling­ho­ven e.V.

Der Ver­ein hat die jetzt in Betrieb genom­me­ne Tech­nik in Auf­trag gege­ben. Das ist mög­li­ch gemacht wor­den durch groß­zü­gi­ge Unter­stüt­zung Drit­ter. So erhielt der Ver­ein als Unter­stüt­zung sei­ner Plä­ne aus PS-Zwecker­trä­gen € 4.000,- von der Spar­kas­se Neuss.

Ger­ne und herz­li­ch wur­de daher vom Haus und vom Ver­ein Herr Ste­phan Mei­ser von der Spar­kas­se Neuss begrüßt. Den Dank an die Spar­kas­se Neuss quit­tier­te Ste­phan Mei­ser mit der Fest­stel­lung, „hier kann etwas an Men­schen zurück­ge­ge­ben wer­den, die über Jahr­zehn­te Kun­den und Geschäfts­part­ner waren”.

Mate­ri­ell und mit Ide­en wei­ter mit­hel­fen will der Ver­ein His­to­ri­sches Weve­ling­ho­ven e.V., der Phan­ta­sie bei der Beglei­tung und Gestal­tung der Ver­net­zung im St.-Martinus-Stift und in Weve­ling­ho­ven sind laut Vor­sit­zen­dem Theo Hoer kei­ne Gren­zen gesetzt. T-Shirts für Akti­ve von Mar­ti­nus-TV sind laut Thi­lo Spy­chals­ki fast schon fer­tig.

Theo Hoer

 

11 Dez

Weihnachtsgruss und Termine 2017

Lie­be Mit­glie­der und Freun­de unse­res Ver­eins,

für den Ter­min­ka­len­der 2017 hier schon heu­te die vor­be­rei­te­ten Ter­mi­ne:

Über die Flu­ren” am Mitt­wo­ch, den 29. März 2017
Cas­trum Nova­esi­um — Das Neus­ser Legi­ons­la­ger in der zwei­ten Stein­bau­pha­se 80 bis 103 n.Chr.

Das von der XVI. und VI. römi­schen Legi­on an der Erft­mün­dung errich­te­te Lager mit einer Aus­deh­nung von 600 mal 450  Metern ent­spre­chend einer Flä­che von 27 Hekt­ar beher­berg­te zeit­wei­se mit allen Hilfs­trup­pen bis zu 10.000 Mann.

Heinz Bir­ken­heu­er aus Weve­ling­ho­ven hat es mit Lothar Kirch­mey­er auf der Grund­la­ge der von Con­stan­tin Coe­n­en 1877 ent­deck­ten Anzei­chen und der von 1886 bis 1900 unter sei­ner Lei­tung aus­ge­führ­ten Gra­bun­gen maß­stab­ge­recht rekon­stru­iert.

Heinz Bir­ken­heu­er ent­führt uns am 29. März über sei­ne Model­le in die Zeit vor nahe­zu 2000 Jah­ren. Das war und ist ganz nah bei uns, und die Römer­stras­se in Weve­ling­ho­ven weist uns auf kur­zem Weg zur Erft­mün­dung und zum heu­ti­gen Grim­ling­hau­sen.

17:15 Uhr Bus­ab­fahrt Markt­platz Sei­te Ost­stra­ße
18:00 Uhr Neuss-Hum­boldt­stras­se 2, Tagungs­ho­tel der Deut­schen Tele­kom

Um 20:00 Uhr sind wir zurück in Weve­ling­ho­ven zur

Jah­res­haupt­ver­samm­lung 2017.

Die Ein­la­dung und Tages­ord­nung fol­gen.

Auf den Spu­ren” am Sams­tag, den 07. Okto­ber 2017

Josef Bal­zer, Maria, geb.Behrens, geb. 13.11.1899 in Weve­ling­ho­ven” – eine Kar­tei­kar­te, ein Schick­sal begeg­net uns in der Gedenk­stät­te in der ehe­ma­li­gen Abtei Brau­wei­ler.

Auch das kann „auf den Spu­ren” bedeu­ten.

Die 1024 gegrün­de­te Bene­dik­ti­ner­abei Brau­wei­ler hat­te eine bedeut­sa­me Stel­lung in unse­rer Regi­on und im Reich. Schon im 19. Jahr­hun­dert nach Auf­lö­sung der Abtei Dis­zi­pli­nie­rungs­an­stalt für Bett­ler, Land­strei­cher, Pro­sti­tu­ier­te, ent­mün­dig­te Alko­ho­li­ker, wird hier in natio­nal­so­zia­lis­ti­scher Zeit ein frü­hes „Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger” ein­ge­rich­tet und wer­den im Sep­tem­ber 1944 zahl­rei­che Anstalts­in­sas­sen in Ver­nich­tungs­la­ger über­stellt.

Kon­rad Ade­nau­er ist hier mit sei­ner Frau Gus­sie im Herbst 1944 Häft­ling der Gesta­po.

Mit Stu­di­en­di­rek­tor i.R. Josef Wiß­kir­chen, ehe­mals Leh­rer am Eras­mus-Gym­na­si­um in Gre­ven­broich, haben wir eine Füh­rung um

12:00 Uhr in der Abtei­kir­che St. Niko­laus und im Abtei­ge­bäu­de, und um
13:45 Uhr eine Füh­rung durch die Gedenk­stät­te.
15:00 Uhr Zeit für Kaf­fee und Kuchen und Gesprä­che
17:00 Uhr Ankunft Weve­ling­ho­ven

Für Über die Flu­ren (Cas­trum Nova­esi­um — Das Neus­ser Legi­ons­la­ger) und Auf den Spu­ren (Josef Bal­zer, Maria, geb.Behrens, geb. 13.11.1899 in Weve­ling­ho­ven) jetzt schon mel­den unter 02181 74202 Theo und Mag­da Hoer oder info@historisches-wevelinghoven.de.

Bit­te beach­ten Sie: die Teil­neh­mer­zahl ist auf maxi­mal 24 Per­so­nen begrenzt!

Wir wün­schen Ihnen, lie­be Mit­glie­der und ihren Fami­li­en, eine besinn­li­che Advents­zeit, ein geseg­ne­tes Weih­nachts­fest und ein gutes Jahr 2017.

Herz­li­ch grüßt Ihr Vor­stand

Theo Hoer, Vor­sit­zen­der
Niko­lai Doh­len, 2. Vor­sit­zen­der
Armin Moh­ren, Geschäfts­füh­rer
Mag­da Hoer, Kas­sie­re­rin

11 Dez

Historisches Wevelinghoven e.V. 2016 im Rückblick

ERINNERN-MARKIEREN-VERNETZEN

bleibt auch in der Rück­schau auf das zu Ende gehen­de Jahr Impuls unse­rer Akti­vi­tä­ten. Die ohne Zwei­fel bedeut­sams­te Nach­richt erreich­te uns mit Pas­to­rat 09. Die Ret­tung des zuse­hends ver­fal­len­den Alten Pas­to­ra­tes, 2005 am Oster­feu­er noch ein Traum, ist nun Rea­li­tät.

Die aktu­el­le Aus­ga­be der Schrif­ten­rei­he PASTORAT, die wir seit Beginn beglei­ten und unter­stüt­zen, teilt uns in Text und Bild mit: Der Erhalt des Alten Pas­to­rats ist gesi­chert, es wird Bestand­teil des neu­en Pfarr­zen­trums der Katho­li­schen Kir­chen­ge­mein­de St. Mar­ti­nus.

Der Traum am Oster­feu­er 2005 hat sei­ner­zeit umge­hend zur Grün­dung des Ver­eins His­to­ri­sches Weve­ling­ho­ven e.V. geführt. Mit sei­nen Akti­vi­tä­ten das Augen­merk der Öffent­lich­keit und dann auch der Ent­schei­der auf den his­to­ri­schen Schatz an der Erft in Weve­ling­ho­ven gelenkt zu haben, darf der Ver­ein His­to­ri­sches Weve­ling­ho­ven in aller Beschei­den­heit für sich in Anspruch neh­men.

Als „Geschenk der Geschich­te” bezeich­net Dipl.-Ing. Archi­tekt Klaus Kne­vels in sei­nem Bei­trag „Erzwun­ge­ne Öku­me­ne” in Pas­to­rat 09 respekt­voll und begeis­tert das alte Haus und begrüßt die Ent­schei­dung der Kir­chen­ge­mein­de, „die­ses Haus …, als Teil des neu­en Pfarr­zen­trums zu erhal­ten und zu revi­ta­li­sie­ren”.

Dem schlie­ßen wir uns ohne Ein­schrän­kung an. Wir freu­en uns mit der Katho­li­schen Pfarr­ge­mein­de St. Mar­ti­nus und für Weve­ling­ho­ven, wenn hier an der Unter­stras­se eine wei­te­re für alle offe­ne Ein­rich­tung ent­steht, wie wir sie mit dem Pas­tor-Deh­nert-Haus der Evan­ge­li­schen Kir­chen­ge­mein­de am Hem­mer­de­ner Weg nun seit Jah­ren ken­nen.

 

ERINNERN vor 4 Jah­ren

1653 - die­se Jah­res­zahl fin­det man auf dem Schluss­stein in einem gut erhal­te­nen Kamin­sims im Alten Pas­to­rat in Weve­ling­ho­ven. Das erstaun­li­ch gro­ße Gebäu­de, bereits seit über 150 Jah­re nicht mehr als Pas­to­rat genutzt, ist erst in den letz­ten Jah­ren wie­der in das Blick­feld gekom­men. Jahr­zehn­te­lang ohne beson­de­re Nut­zung, ver­steckt hin­ter einer gro­ßen Mau­er an der Unter­stra­ße, war der bau­li­che Ver­fall fast Pro­gramm.

Dies zu ver­hin­dern war die Absicht von jun­gen Leu­ten, die in einer Oster­nacht am Feu­er im Pfarr­gar­ten den Plan schmie­de­ten, zu die­sem Zweck einen Ver­ein zu grün­den. Das wur­de 2005 mit der Grün­dung des Ver­eins His­to­ri­sches Weve­ling­ho­ven e.V. in die Tat umge­setzt.

Mit der Teil­nah­me an Tagen des Offe­nen Denk­mals, Stän­den auf dem Mai­markt, Vor­trä­gen und Ver­öf­fent­li­chun­gen konn­te als ers­tes Teil­ziel die Auf­merk­sam­keit zunächst der Weve­ling­ho­ve­ner erzeugt wer­den.

Heu­te zeich­net sich mit der geplan­ten Errich­tung eines neu­en Pfarr­zen­trums der Kir­chen­ge­mein­de St. Mar­ti­nus in Weve­ling­ho­ven bereits eine Nut­zungs­mög­lich­keit ab, die die ent­ste­hen­den Kos­ten ver­tret­bar erschei­nen lässt. Ers­te kon­kre­te bau­li­che Siche­rungs­maß­nah­men im Bereich der Fun­da­men­te, der tra­gen­den Wän­de und des Dach­stuhls wur­den nach umfang­rei­chen Unter­su­chun­gen durch­ge­führt.

Das Haus ist wie­der begeh­bar und am Tag des Offe­nen Denk­mals im Sep­tem­ber 2012 konn­te Archi­tekt Klaus Kne­vels eine gro­ße und sehr inter­es­sier­te Besu­cher­grup­pe durch alle Räu­me bis auf den Dach­stuhl füh­ren. Das ist ein gro­ßer Schritt nach vor­ne.

Noch im Som­mer 2011 schloss Ver­eins­vor­sit­zen­der Bür­ger­meis­ter a. D. Theo Hoer Über­le­gun­gen zur Jah­res­zahl 1653 und zur Fra­ge, wer denn nun eigent­li­ch das Alte Pas­to­rat errich­tet hat mit der Fest­stel­lung:

Eine gemein­sa­me Bau­maß­nah­me (Pro­tes­tan­ten und Catho­li­ken) wäh­rend Zei­ten simul­ta­ner Nut­zung darf in rela­tiv gesi­cher­ter Kennt­nis der Bezie­hun­gen der Kon­fes­sio­nen zur dama­li­gen Zeit als unmög­li­ch ange­nom­men wer­den. Die Kern­auf­ga­be ist jedoch nicht, den oder die Erbau­er zu fin­den, son­der das vor mehr als 350 Jah­ren errich­te­te Bau­denk­mal zu sichern und vor dem Unter­gang zu bewah­ren.“

Die aktu­el­le Ent­wick­lung ist ein Glücks­fall, viel­leicht sogar mehr als das und ist für Weve­ling­ho­ven auch ein öku­me­ni­scher Auf­trag.

 

MARKIEREN Wie ist das Schloß ver­schwun­den?

Ein über­wach­se­ner und baum­be­stan­de­ner unre­gel­mä­ßi­ger Hügel auf der heu­ti­gen Insel im Stadt­park zu Weve­ling­ho­ven ist ganz unauf­ge­regt und schlicht mit der Bezeich­nung „Wüs­tung” als Boden­denk­mal in die Denk­mal­lis­te der Stadt Gre­ven­broich ein­ge­tra­gen. Dafür, daß wir hier kei­ne natür­li­che Erhe­bung vor uns haben, lie­gen uns etli­che Doku­men­te aus der Geschich­te vor.

Die ganz gro­ße Über­ra­schung jedoch ist das Gemäl­de „Schloß Weve­ling­ho­ven”, wel­ches wir auf den Spu­ren am 3. Sep­tem­ber auf Schloß Hohen­lim­burg ent­deck­ten. Der eine oder ande­re Mit­rei­sen­de woll­te kaum glau­ben, daß sol­ch ein offen­sicht­li­ch recht ansehn­li­ches und umfang­rei­ches Gebäu­de hier in Weve­ling­ho­ven gestan­den haben soll und ers­te Inter­pre­ta­ti­ons­ver­su­che mach­ten die Run­de.

Nun ist es so, daß auf Schloß Hohen­lim­burg neben dem Gemäl­de von Schloß Weve­ling­ho­ven auch Gemäl­de von ande­ren Schlös­sern der Gra­fen von Bent­heim zu sehen sind und die­se his­to­ri­schen Anla­gen wie Schloß Rhe­da oder Hohen­lim­burg fast 1 zu 1 noch exis­tie­ren. Ein Ver­gleich zwi­schen Gemäl­den und Wirk­lich­keit gibt kei­ne Hin­wei­se auf Über­trei­bun­gen oder beson­de­re Über­hö­hun­gen oder dar­stel­le­ri­sche Tricks. War­um soll­te der Maler oder die Werk­statt da bei Weve­ling­ho­ven eine Aus­nah­me gemacht haben? Auch die uns bekann­ten Grund­ris­se aus frü­he­ren Zei­ten las­sen durch­aus den Schluß auf eine bemer­kens­wer­te Anla­ge zu.

Schloß Weve­ling­ho­ven” dürf­te als Bezeich­nung erst zur Zeit der Regent­schaft der Gra­fen von Bent­heim für das vor­her als „Lie­ven­dahl” bekann­te Anwe­sen auf­ge­kom­men sein. Wir wol­len doch ein wenig mehr wis­sen und mei­nen, das ver­schwun­de­ne Schloß und sei­ne Geschich­te sind es wert, näher unter­sucht zu wer­den.

1670 bis 1685 tra­fen sich hier die Mit­glie­der der Refor­mier­ten Gemein­de Weve­ling­ho­ven zu ihren Got­tes­diens­ten und Ver­samm­lun­gen. Der bau­li­ch schlech­te Zustand wird übri­gens damals nach­drück­li­ch erwähnt mit der Bit­te um Abhil­fe an die Her­ren von Weve­ling­ho­ven, die Gra­fen von Bent­heim.

In fran­zö­si­scher Spra­che abge­fasst ist am 19. Dezem­ber 1808 der Ver­kauf der „Burg” Weve­ling­ho­ven sei­tens des Gra­fen Emil-Fried­rich von Bent­heim-Teck­len­burg an Ger­hard Koch, Kauf­händ­ler zu Weve­ling­ho­ven. War­um die­ser oder sei­ne Nach­fol­ger die Gebäu­de west­li­ch der Erft im Lau­fe der Zeit auf­ga­ben und ver­fal­len lie­ßen, ist nicht mehr in den Bent­hei­mer Archi­ven nach­zu­le­sen, dazu wer­den wir ande­re Quel­len suchen müs­sen.

Unser Weg führt nun zum Rhein-Kreis Neuss Archiv mit den ent­spre­chen­den Fra­ge­stel­lun­gen. Ein ers­ter Ter­min dazu ist noch im Dezem­ber ver­ab­re­det.

Im Find­buch zu den For­schun­gen zur Geschich­te unse­rer Regi­on in West­fä­li­schen Adels­ar­chi­ven begeg­nen uns etli­che Hin­wei­se auf Burg/Schloß Lie­ven­dahl, spä­ter Weve­ling­ho­ven. Ein Inven­tar­ver­zeich­nis, Rech­nun­gen zu Bau­ar­bei­ten, Beauf­tra­gung eines Bau­meis­ters Pas­qua­li­ni, Pacht-und Kauf­ver­trä­ge und noch vie­les mehr müs­sen zuge­ord­net und inter­pre­tiert wer­den.

Sicher Infor­ma­tio­nen genug, fach­män­ni­schen Rat und Beglei­tung zu unse­ren Bemü­hun­gen ein­zu­ho­len.

 

VERNETZEN im St.-Martinus-Stift

Unse­ren Arbeits­im­puls „Ver­net­zen” konn­ten wir in die­sem Jahr im St. Mar­ti­nus­stift umset­zen. Die ers­te Ver­an­stal­tung der 2016 fol­gen­den Rei­he „Klö­nen bei Kru­chens” haben wir als Ver­ein 2015 im Rah­men eines Tages der offe­nen Tür im St. Mar­ti­nus­stift durch­ge­führt. Die Kapel­le war Ver­an­stal­tungs­ort. Schon damals tauch­te der Gedan­ke auf, sol­che Ver­an­stal­tun­gen den Bewoh­nern im Stift über das Haus­netz auf den Bild­schir­men zugäng­li­ch zu machen…

Die­sen Plan berich­te­ten wir in der Jah­res­haupt­ver­samm­lung im Früh­jahr 2016 den Mit­glie­dern. Nach Prü­fung der tech­ni­schen Mach­bar­keit und der zu erwar­ten­den Kos­ten konn­te die Finan­zie­rung mit Hil­fe einer Zuwen­dung der Spar­kas­se Neuss aus PS-Zwecker­trag und einer wei­te­ren auf das Ziel bezo­ge­nen Spen­de sicher­ge­stellt und der Auf­trag erteilt wer­den.

Die tech­ni­schen Ein­rich­tun­gen für Auf­nah­men bezie­hungs­wei­se Über­tra­gun­gen aus dem Bereich der Kapel­le sind geschaf­fen und im Novem­ber in Betrieb gegan­gen. In einem nächs­ten Schritt kann die Ein­be­zie­hung des Ein­gangs­be­rei­ches ange­gan­gen wer­den, um auch die­sen mit dem Haus zu ver­net­zen.

Die Ver­an­stal­tun­gen „Klö­nen bei Kru­chens” im Jahr 2016 hat­ten guten Zulauf. Aus unse­rem Austel­lungs­be­su­ch „bös teut­sch-bös evan­ge­li­sch” ging am 12. Janu­ar ein Abend mit dem Direk­tor des Muse­ums Schloß Rhe­ydt, Dr. Karl Heinz Wieg­mann her­vor und die ehe­ma­li­ge Köl­ner Dom­bau­meis­te­rin Dr. Bar­ba­ra Scho­ck-Wer­ner ent­führ­te am 19. April in ihre Welt und Sicht der­sel­ben.

Zuletzt am 21. Novem­ber waren 120 Besu­cher bei einem Abend „Klö­nen bei Kru­chens” mit Wil­li­bert Pau­els.

Der 2016 zum ers­ten­mal im Foy­er des St. Mar­ti­nus-Stif­tes durch­ge­führ­te Emp­fang des Bür­ger­schüt­zen­ver­eins Weve­ling­ho­ven zum Ehren­abend ist es gewiß wert, den Bewoh­nern des Hau­ses auch via Bild­schirm ange­bo­ten zu wer­den. Inter­es­san­te loka­le Ereig­nis­se live zu über­tra­gen, das wäre doch was.

Wir wer­den berich­ten.

Theo Hoer