05 Mrz

Mitgliederversammlung am 29. März 2017

Sehr geehr­te Mit­glie­der des Ver­eins His­to­ri­sches Weve­ling­ho­ven e.V.,

zur sat­zungs­ge­mä­ßen Mit­glie­der­ver­samm­lung 2017 laden wir hier­mit herz­li­ch ein.

Wir freu­en uns, Sie am

Mitt­wo­ch, den 29. März 2017 um 20:00 Uhr
im Wein­zim­mer der Erftru­he, Hem­mer­de­ner Weg 55
in 41516 Gre­ven­broich, begrü­ßen zu dür­fen.

TAGESORDNUNG

  1. Begrü­ßung, Fest­stel­lung der Beschluss­fä­hig­keit
  2. Berich­te — Zwi­schen­be­rich­te bereits schrift­li­ch in der Weih­nachts­post
  3. Kas­sen­be­richt und Aus­spra­che zu den Berich­ten
  4. Kas­sen­prü­fungs­be­richt
  5. Ent­las­tung der Kas­sie­re­rin und des Vor­stan­des
  6. Wahl zur Ver­samm­lungs­lei­tung für TOP 7
  7. Wahl des/der 1. Vor­sit­zen­den
  8. Wahl des/der 2. Vor­sit­zen­den
  9. Wahl des Geschäftsführers/der Geschäfts­füh­re­rin
  10. Wahl der Kassiererin/des Kas­sie­rers
  11. Wahl von zwei Kassenprüferinnen/Kassenprüfern
  12. Erin­nern — Mar­kie­ren — Ver­net­zen
    Pro­gramm 2016 und Vor­schau 2017
    Schrif­ten zur Stadt Weve­ling­ho­ven und ihrer Geschich­te
    Mar­kie­rung Mot­te, For­schung Mot­te
    Mar­kie­rung Burg/Schloß Leu­en­dahl-Lie­ven­dahl — Schloß Weve­ling­ho­ven
    Das ver­sun­ke­ne Schloß im ver­ges­se­nen Park
  13. Ver­schie­de­nes
  14. 1000 Jah­re frü­her, siche­rer Ort Weve­ling­ho­ven!
    Die Mot­te im Zubend — birgt sie noch Geheim­nis­se?
    Theo Hoer ver­sucht, sich ein Bild zu machen.

Abgs­e­se­hen von Anträ­gen aus der Debat­te her­aus bit­te Anträ­ge zur Tages­ord­nung vor­ab schrift­li­ch.

Vor der Mit­glie­der­ver­samm­lung fin­det wie bereits ange­kün­digt  unse­re Exkur­si­on zum Neus­ser Legi­ons­la­ger statt. Der Bus fährt um 17:15 Uhr am Markt­platz Sei­te Ost­stras­se ab. Treff­punkt ist um 18:00 Uhr das Tagungs­ho­tel der Deut­schen Tele­kom, Hum­boldt­stras­se 2 in Neuss.

Eine schö­ne Früh­lings­zeit und Oster­zeit wünscht Ihnen der Vor­stand
des His­to­ri­schen Weve­ling­ho­ven e.V.

Theo Hoer, 1. Vor­sit­zen­der
mit
Niko­lai Doh­len, Armin Moh­ren und Mag­da Hoer

 

11 Dez

Weihnachtsgruss und Termine 2017

Lie­be Mit­glie­der und Freun­de unse­res Ver­eins,

für den Ter­min­ka­len­der 2017 hier schon heu­te die vor­be­rei­te­ten Ter­mi­ne:

Über die Flu­ren” am Mitt­wo­ch, den 29. März 2017
Cas­trum Nova­esi­um — Das Neus­ser Legi­ons­la­ger in der zwei­ten Stein­bau­pha­se 80 bis 103 n.Chr.

Das von der XVI. und VI. römi­schen Legi­on an der Erft­mün­dung errich­te­te Lager mit einer Aus­deh­nung von 600 mal 450  Metern ent­spre­chend einer Flä­che von 27 Hekt­ar beher­berg­te zeit­wei­se mit allen Hilfs­trup­pen bis zu 10.000 Mann.

Heinz Bir­ken­heu­er aus Weve­ling­ho­ven hat es mit Lothar Kirch­mey­er auf der Grund­la­ge der von Con­stan­tin Coe­n­en 1877 ent­deck­ten Anzei­chen und der von 1886 bis 1900 unter sei­ner Lei­tung aus­ge­führ­ten Gra­bun­gen maß­stab­ge­recht rekon­stru­iert.

Heinz Bir­ken­heu­er ent­führt uns am 29. März über sei­ne Model­le in die Zeit vor nahe­zu 2000 Jah­ren. Das war und ist ganz nah bei uns, und die Römer­stras­se in Weve­ling­ho­ven weist uns auf kur­zem Weg zur Erft­mün­dung und zum heu­ti­gen Grim­ling­hau­sen.

17:15 Uhr Bus­ab­fahrt Markt­platz Sei­te Ost­stra­ße
18:00 Uhr Neuss-Hum­boldt­stras­se 2, Tagungs­ho­tel der Deut­schen Tele­kom

Um 20:00 Uhr sind wir zurück in Weve­ling­ho­ven zur

Jah­res­haupt­ver­samm­lung 2017.

Die Ein­la­dung und Tages­ord­nung fol­gen.

Auf den Spu­ren” am Sams­tag, den 07. Okto­ber 2017

Josef Bal­zer, Maria, geb.Behrens, geb. 13.11.1899 in Weve­ling­ho­ven” – eine Kar­tei­kar­te, ein Schick­sal begeg­net uns in der Gedenk­stät­te in der ehe­ma­li­gen Abtei Brau­wei­ler.

Auch das kann „auf den Spu­ren” bedeu­ten.

Die 1024 gegrün­de­te Bene­dik­ti­ner­abei Brau­wei­ler hat­te eine bedeut­sa­me Stel­lung in unse­rer Regi­on und im Reich. Schon im 19. Jahr­hun­dert nach Auf­lö­sung der Abtei Dis­zi­pli­nie­rungs­an­stalt für Bett­ler, Land­strei­cher, Pro­sti­tu­ier­te, ent­mün­dig­te Alko­ho­li­ker, wird hier in natio­nal­so­zia­lis­ti­scher Zeit ein frü­hes „Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger” ein­ge­rich­tet und wer­den im Sep­tem­ber 1944 zahl­rei­che Anstalts­in­sas­sen in Ver­nich­tungs­la­ger über­stellt.

Kon­rad Ade­nau­er ist hier mit sei­ner Frau Gus­sie im Herbst 1944 Häft­ling der Gesta­po.

Mit Stu­di­en­di­rek­tor i.R. Josef Wiß­kir­chen, ehe­mals Leh­rer am Eras­mus-Gym­na­si­um in Gre­ven­broich, haben wir eine Füh­rung um

12:00 Uhr in der Abtei­kir­che St. Niko­laus und im Abtei­ge­bäu­de, und um
13:45 Uhr eine Füh­rung durch die Gedenk­stät­te.
15:00 Uhr Zeit für Kaf­fee und Kuchen und Gesprä­che
17:00 Uhr Ankunft Weve­ling­ho­ven

Für Über die Flu­ren (Cas­trum Nova­esi­um — Das Neus­ser Legi­ons­la­ger) und Auf den Spu­ren (Josef Bal­zer, Maria, geb.Behrens, geb. 13.11.1899 in Weve­ling­ho­ven) jetzt schon mel­den unter 02181 74202 Theo und Mag­da Hoer oder info@historisches-wevelinghoven.de.

Bit­te beach­ten Sie: die Teil­neh­mer­zahl ist auf maxi­mal 24 Per­so­nen begrenzt!

Wir wün­schen Ihnen, lie­be Mit­glie­der und ihren Fami­li­en, eine besinn­li­che Advents­zeit, ein geseg­ne­tes Weih­nachts­fest und ein gutes Jahr 2017.

Herz­li­ch grüßt Ihr Vor­stand

Theo Hoer, Vor­sit­zen­der
Niko­lai Doh­len, 2. Vor­sit­zen­der
Armin Moh­ren, Geschäfts­füh­rer
Mag­da Hoer, Kas­sie­re­rin

11 Dez

Historisches Wevelinghoven e.V. 2016 im Rückblick

ERINNERN-MARKIEREN-VERNETZEN

bleibt auch in der Rück­schau auf das zu Ende gehen­de Jahr Impuls unse­rer Akti­vi­tä­ten. Die ohne Zwei­fel bedeut­sams­te Nach­richt erreich­te uns mit Pas­to­rat 09. Die Ret­tung des zuse­hends ver­fal­len­den Alten Pas­to­ra­tes, 2005 am Oster­feu­er noch ein Traum, ist nun Rea­li­tät.

Die aktu­el­le Aus­ga­be der Schrif­ten­rei­he PASTORAT, die wir seit Beginn beglei­ten und unter­stüt­zen, teilt uns in Text und Bild mit: Der Erhalt des Alten Pas­to­rats ist gesi­chert, es wird Bestand­teil des neu­en Pfarr­zen­trums der Katho­li­schen Kir­chen­ge­mein­de St. Mar­ti­nus.

Der Traum am Oster­feu­er 2005 hat sei­ner­zeit umge­hend zur Grün­dung des Ver­eins His­to­ri­sches Weve­ling­ho­ven e.V. geführt. Mit sei­nen Akti­vi­tä­ten das Augen­merk der Öffent­lich­keit und dann auch der Ent­schei­der auf den his­to­ri­schen Schatz an der Erft in Weve­ling­ho­ven gelenkt zu haben, darf der Ver­ein His­to­ri­sches Weve­ling­ho­ven in aller Beschei­den­heit für sich in Anspruch neh­men.

Als „Geschenk der Geschich­te” bezeich­net Dipl.-Ing. Archi­tekt Klaus Kne­vels in sei­nem Bei­trag „Erzwun­ge­ne Öku­me­ne” in Pas­to­rat 09 respekt­voll und begeis­tert das alte Haus und begrüßt die Ent­schei­dung der Kir­chen­ge­mein­de, „die­ses Haus …, als Teil des neu­en Pfarr­zen­trums zu erhal­ten und zu revi­ta­li­sie­ren”.

Dem schlie­ßen wir uns ohne Ein­schrän­kung an. Wir freu­en uns mit der Katho­li­schen Pfarr­ge­mein­de St. Mar­ti­nus und für Weve­ling­ho­ven, wenn hier an der Unter­stras­se eine wei­te­re für alle offe­ne Ein­rich­tung ent­steht, wie wir sie mit dem Pas­tor-Deh­nert-Haus der Evan­ge­li­schen Kir­chen­ge­mein­de am Hem­mer­de­ner Weg nun seit Jah­ren ken­nen.

 

ERINNERN vor 4 Jah­ren

1653 - die­se Jah­res­zahl fin­det man auf dem Schluss­stein in einem gut erhal­te­nen Kamin­sims im Alten Pas­to­rat in Weve­ling­ho­ven. Das erstaun­li­ch gro­ße Gebäu­de, bereits seit über 150 Jah­re nicht mehr als Pas­to­rat genutzt, ist erst in den letz­ten Jah­ren wie­der in das Blick­feld gekom­men. Jahr­zehn­te­lang ohne beson­de­re Nut­zung, ver­steckt hin­ter einer gro­ßen Mau­er an der Unter­stra­ße, war der bau­li­che Ver­fall fast Pro­gramm.

Dies zu ver­hin­dern war die Absicht von jun­gen Leu­ten, die in einer Oster­nacht am Feu­er im Pfarr­gar­ten den Plan schmie­de­ten, zu die­sem Zweck einen Ver­ein zu grün­den. Das wur­de 2005 mit der Grün­dung des Ver­eins His­to­ri­sches Weve­ling­ho­ven e.V. in die Tat umge­setzt.

Mit der Teil­nah­me an Tagen des Offe­nen Denk­mals, Stän­den auf dem Mai­markt, Vor­trä­gen und Ver­öf­fent­li­chun­gen konn­te als ers­tes Teil­ziel die Auf­merk­sam­keit zunächst der Weve­ling­ho­ve­ner erzeugt wer­den.

Heu­te zeich­net sich mit der geplan­ten Errich­tung eines neu­en Pfarr­zen­trums der Kir­chen­ge­mein­de St. Mar­ti­nus in Weve­ling­ho­ven bereits eine Nut­zungs­mög­lich­keit ab, die die ent­ste­hen­den Kos­ten ver­tret­bar erschei­nen lässt. Ers­te kon­kre­te bau­li­che Siche­rungs­maß­nah­men im Bereich der Fun­da­men­te, der tra­gen­den Wän­de und des Dach­stuhls wur­den nach umfang­rei­chen Unter­su­chun­gen durch­ge­führt.

Das Haus ist wie­der begeh­bar und am Tag des Offe­nen Denk­mals im Sep­tem­ber 2012 konn­te Archi­tekt Klaus Kne­vels eine gro­ße und sehr inter­es­sier­te Besu­cher­grup­pe durch alle Räu­me bis auf den Dach­stuhl füh­ren. Das ist ein gro­ßer Schritt nach vor­ne.

Noch im Som­mer 2011 schloss Ver­eins­vor­sit­zen­der Bür­ger­meis­ter a. D. Theo Hoer Über­le­gun­gen zur Jah­res­zahl 1653 und zur Fra­ge, wer denn nun eigent­li­ch das Alte Pas­to­rat errich­tet hat mit der Fest­stel­lung:

Eine gemein­sa­me Bau­maß­nah­me (Pro­tes­tan­ten und Catho­li­ken) wäh­rend Zei­ten simul­ta­ner Nut­zung darf in rela­tiv gesi­cher­ter Kennt­nis der Bezie­hun­gen der Kon­fes­sio­nen zur dama­li­gen Zeit als unmög­li­ch ange­nom­men wer­den. Die Kern­auf­ga­be ist jedoch nicht, den oder die Erbau­er zu fin­den, son­der das vor mehr als 350 Jah­ren errich­te­te Bau­denk­mal zu sichern und vor dem Unter­gang zu bewah­ren.“

Die aktu­el­le Ent­wick­lung ist ein Glücks­fall, viel­leicht sogar mehr als das und ist für Weve­ling­ho­ven auch ein öku­me­ni­scher Auf­trag.

 

MARKIEREN Wie ist das Schloß ver­schwun­den?

Ein über­wach­se­ner und baum­be­stan­de­ner unre­gel­mä­ßi­ger Hügel auf der heu­ti­gen Insel im Stadt­park zu Weve­ling­ho­ven ist ganz unauf­ge­regt und schlicht mit der Bezeich­nung „Wüs­tung” als Boden­denk­mal in die Denk­mal­lis­te der Stadt Gre­ven­broich ein­ge­tra­gen. Dafür, daß wir hier kei­ne natür­li­che Erhe­bung vor uns haben, lie­gen uns etli­che Doku­men­te aus der Geschich­te vor.

Die ganz gro­ße Über­ra­schung jedoch ist das Gemäl­de „Schloß Weve­ling­ho­ven”, wel­ches wir auf den Spu­ren am 3. Sep­tem­ber auf Schloß Hohen­lim­burg ent­deck­ten. Der eine oder ande­re Mit­rei­sen­de woll­te kaum glau­ben, daß sol­ch ein offen­sicht­li­ch recht ansehn­li­ches und umfang­rei­ches Gebäu­de hier in Weve­ling­ho­ven gestan­den haben soll und ers­te Inter­pre­ta­ti­ons­ver­su­che mach­ten die Run­de.

Nun ist es so, daß auf Schloß Hohen­lim­burg neben dem Gemäl­de von Schloß Weve­ling­ho­ven auch Gemäl­de von ande­ren Schlös­sern der Gra­fen von Bent­heim zu sehen sind und die­se his­to­ri­schen Anla­gen wie Schloß Rhe­da oder Hohen­lim­burg fast 1 zu 1 noch exis­tie­ren. Ein Ver­gleich zwi­schen Gemäl­den und Wirk­lich­keit gibt kei­ne Hin­wei­se auf Über­trei­bun­gen oder beson­de­re Über­hö­hun­gen oder dar­stel­le­ri­sche Tricks. War­um soll­te der Maler oder die Werk­statt da bei Weve­ling­ho­ven eine Aus­nah­me gemacht haben? Auch die uns bekann­ten Grund­ris­se aus frü­he­ren Zei­ten las­sen durch­aus den Schluß auf eine bemer­kens­wer­te Anla­ge zu.

Schloß Weve­ling­ho­ven” dürf­te als Bezeich­nung erst zur Zeit der Regent­schaft der Gra­fen von Bent­heim für das vor­her als „Lie­ven­dahl” bekann­te Anwe­sen auf­ge­kom­men sein. Wir wol­len doch ein wenig mehr wis­sen und mei­nen, das ver­schwun­de­ne Schloß und sei­ne Geschich­te sind es wert, näher unter­sucht zu wer­den.

1670 bis 1685 tra­fen sich hier die Mit­glie­der der Refor­mier­ten Gemein­de Weve­ling­ho­ven zu ihren Got­tes­diens­ten und Ver­samm­lun­gen. Der bau­li­ch schlech­te Zustand wird übri­gens damals nach­drück­li­ch erwähnt mit der Bit­te um Abhil­fe an die Her­ren von Weve­ling­ho­ven, die Gra­fen von Bent­heim.

In fran­zö­si­scher Spra­che abge­fasst ist am 19. Dezem­ber 1808 der Ver­kauf der „Burg” Weve­ling­ho­ven sei­tens des Gra­fen Emil-Fried­rich von Bent­heim-Teck­len­burg an Ger­hard Koch, Kauf­händ­ler zu Weve­ling­ho­ven. War­um die­ser oder sei­ne Nach­fol­ger die Gebäu­de west­li­ch der Erft im Lau­fe der Zeit auf­ga­ben und ver­fal­len lie­ßen, ist nicht mehr in den Bent­hei­mer Archi­ven nach­zu­le­sen, dazu wer­den wir ande­re Quel­len suchen müs­sen.

Unser Weg führt nun zum Rhein-Kreis Neuss Archiv mit den ent­spre­chen­den Fra­ge­stel­lun­gen. Ein ers­ter Ter­min dazu ist noch im Dezem­ber ver­ab­re­det.

Im Find­buch zu den For­schun­gen zur Geschich­te unse­rer Regi­on in West­fä­li­schen Adels­ar­chi­ven begeg­nen uns etli­che Hin­wei­se auf Burg/Schloß Lie­ven­dahl, spä­ter Weve­ling­ho­ven. Ein Inven­tar­ver­zeich­nis, Rech­nun­gen zu Bau­ar­bei­ten, Beauf­tra­gung eines Bau­meis­ters Pas­qua­li­ni, Pacht-und Kauf­ver­trä­ge und noch vie­les mehr müs­sen zuge­ord­net und inter­pre­tiert wer­den.

Sicher Infor­ma­tio­nen genug, fach­män­ni­schen Rat und Beglei­tung zu unse­ren Bemü­hun­gen ein­zu­ho­len.

 

VERNETZEN im St.-Martinus-Stift

Unse­ren Arbeits­im­puls „Ver­net­zen” konn­ten wir in die­sem Jahr im St. Mar­ti­nus­stift umset­zen. Die ers­te Ver­an­stal­tung der 2016 fol­gen­den Rei­he „Klö­nen bei Kru­chens” haben wir als Ver­ein 2015 im Rah­men eines Tages der offe­nen Tür im St. Mar­ti­nus­stift durch­ge­führt. Die Kapel­le war Ver­an­stal­tungs­ort. Schon damals tauch­te der Gedan­ke auf, sol­che Ver­an­stal­tun­gen den Bewoh­nern im Stift über das Haus­netz auf den Bild­schir­men zugäng­li­ch zu machen…

Die­sen Plan berich­te­ten wir in der Jah­res­haupt­ver­samm­lung im Früh­jahr 2016 den Mit­glie­dern. Nach Prü­fung der tech­ni­schen Mach­bar­keit und der zu erwar­ten­den Kos­ten konn­te die Finan­zie­rung mit Hil­fe einer Zuwen­dung der Spar­kas­se Neuss aus PS-Zwecker­trag und einer wei­te­ren auf das Ziel bezo­ge­nen Spen­de sicher­ge­stellt und der Auf­trag erteilt wer­den.

Die tech­ni­schen Ein­rich­tun­gen für Auf­nah­men bezie­hungs­wei­se Über­tra­gun­gen aus dem Bereich der Kapel­le sind geschaf­fen und im Novem­ber in Betrieb gegan­gen. In einem nächs­ten Schritt kann die Ein­be­zie­hung des Ein­gangs­be­rei­ches ange­gan­gen wer­den, um auch die­sen mit dem Haus zu ver­net­zen.

Die Ver­an­stal­tun­gen „Klö­nen bei Kru­chens” im Jahr 2016 hat­ten guten Zulauf. Aus unse­rem Austel­lungs­be­su­ch „bös teut­sch-bös evan­ge­li­sch” ging am 12. Janu­ar ein Abend mit dem Direk­tor des Muse­ums Schloß Rhe­ydt, Dr. Karl Heinz Wieg­mann her­vor und die ehe­ma­li­ge Köl­ner Dom­bau­meis­te­rin Dr. Bar­ba­ra Scho­ck-Wer­ner ent­führ­te am 19. April in ihre Welt und Sicht der­sel­ben.

Zuletzt am 21. Novem­ber waren 120 Besu­cher bei einem Abend „Klö­nen bei Kru­chens” mit Wil­li­bert Pau­els.

Der 2016 zum ers­ten­mal im Foy­er des St. Mar­ti­nus-Stif­tes durch­ge­führ­te Emp­fang des Bür­ger­schüt­zen­ver­eins Weve­ling­ho­ven zum Ehren­abend ist es gewiß wert, den Bewoh­nern des Hau­ses auch via Bild­schirm ange­bo­ten zu wer­den. Inter­es­san­te loka­le Ereig­nis­se live zu über­tra­gen, das wäre doch was.

Wir wer­den berich­ten.

Theo Hoer

28 Nov

Ausstellung zu 200 Jahre rheinische und westfälische Kreise

Am Don­ners­tag, den 1. Dezem­ber 2016 eröff­net Land­rat Hans-Jür­gen Petrausch­ke um 19.00 Uhr im Licht­hof des Kreis­hau­ses Neuss (Ober­stra­ße 91, 41460 Neuss) eine Aus­stel­lung über 200 Jah­re rhei­ni­sche und west­fä­li­sche Krei­se.

Alle inter­es­sier­ten Bür­ger sind zu die­ser Ver­an­stal­tung ein­ge­la­den. Die Aus­stel­lung mit dem Titel „Von der preu­ßi­schen Obrig­keit zur bür­ger­li­chen Selbst­ver­wal­tung“ ist dana­ch bis zum 30. Dezem­ber im Kreis­haus zu sehen. Anlass ist die 200. Wie­der­kehr der Ein­rich­tung von Krei­sen im hie­si­gen Raum.

Die Wan­der­aus­stel­lung wur­de vom Arbeits­kreis der nord­rhein-west­fä­li­schen Kreis­ar­chi­ve beim Land­kreis­tag Nord­rhein-West­fa­len erar­bei­tet und durch das Archiv im Rhein-Kreis mit kon­kre­ten Bezü­gen zum Kreis­ge­biet ergänzt. Dabei wird deut­li­ch, dass auch der Rhein-Kreis Neuss häu­fi­ge und grund­le­gen­de Wand­lungs­pro­zes­se durch­lau­fen hat. Im Jahr 1816 wur­de er gegrün­det als ein mit über­schau­ba­ren Res­sour­cen und Kom­pe­ten­zen aus­ge­stat­te­tes Instru­ment preu­ßi­scher Obrig­keit. Bis heu­te hat er sich zu einer leis­tungs­star­ken und ser­vice­ori­en­tier­ten Selbst­ver­wal­tungs­kör­per­schaft ent­wi­ckelt, die eigen­ver­ant­wort­li­ch die ihr zuge­wie­se­nen staat­li­chen und kom­mu­na­len Auf­ga­ben wahr­nimmt.

Beglei­tend zur Aus­stel­lung ist ein Sam­mel­band mit zahl­rei­chen Bil­dern erschie­nen, der das The­ma ver­tieft. Die Aus­stel­lung ist mon­tags bis don­ners­tags von 8 bis 18 Uhr sowie frei­tags von 8 bis 15 Uhr geöff­net.

Bür­ger, die an der Eröff­nung teil­neh­men wol­len, mel­den sich beim Archiv im Rhein-Kreis Neuss an unter Tele­fon 02133 530210 oder per E-Mail unter kreisarchiv@rhein-kreis-neuss.de.

ACHTUNG!

Der Kreis­hei­mat­bund Neuss bie­tet am Mitt­wo­ch, den 7. Dezem­ber 2016 von 16.30 bis 18.00 einen geführ­ten Besu­ch durch die Aus­stel­lung. Die Füh­rung über­nimmt Dr. Ste­phen Schrö­der, der Lei­ter des Archivs im Rhein-Kreis Neuss.

Für Mit­glie­der des Kreis­hei­mat­bun­des ist die­se Ver­an­stal­tung kos­ten­frei, aller­dings wird um eine ver­bind­li­che Anmel­dung bis zum 5. Dezem­ber per Mail, Tele­fon 02133 530210 oder Fax 02133 5302291 gebe­ten.

03 Mai

Besichtigung der kleinen Basilika in Gohr und Jahreshauptversammlung

 

Unter sach­kun­di­ger Füh­rung von Simon Kol­be­cher besuch­ten wir das Klein­od, die Basi­li­ka St. Odi­lia in Gohr. Die Küs­te­rin Frau Mei­er hat­te für uns Votiv­ga­ben sowie his­to­ri­sche Mess­ge­wän­der und eini­ge sakra­le Gegen­stän­de der Kir­che aus­ge­stellt. Simon Kol­be­cher erzähl­te inter­es­sant zur Ent­ste­hungs­ge­schich­te der klei­nen Basi­li­ka.

Dana­ch eröff­ne­te Vor­sit­zen­der Theo Hoer die sat­zungs­ge­mä­ße jähr­li­che Jah­res­haupt­ver­samm­lung im Wein­zim­mer der Erftru­he. Der Bericht des Vor­stan­des lag den Mit­glie­dern mit der Weih­nachts- und Oster­post schon schrift­li­ch vor. An den Besu­ch der Aus­stel­lung „Bös deut­sch-bös evan­ge­li­sch“ in Schloss Rhe­ydt, die Füh­rung zu Baud­ri-Fens­tern und Keh­ren-Gemäl­den mit Simon Kol­be­cher in St. Ste­pha­nus Gre­fra­th wie auch die Exkur­si­on mit Füh­rung in der Zita­del­le und der Stadt Jüli­ch wur­de erin­nert.

Die Kas­se schließt mit einem klei­nen Über­schuß ab, kann Kas­sie­re­rin Mag­da Hoer berich­ten.

Am 3. Sep­tem­ber 2016 steht die Exkur­si­on nach Hohen­lim­burg an, Nähe­res folgt.

In Arbeit ist unter unse­rem Mot­to ERINNERNMARKIERENVERNETZEN die Gestal­tung einer Mar­kie­rung an der Mot­te Weve­ling­ho­ven im Zubend. Wir arbei­ten dies­be­züg­li­ch mit dem St. Mar­ti­nus­stift zusam­men, unser 2. Vor­sit­zen­der Niko­lai Doh­len plant für den Ver­ein.

Ein Teil des Mar­kie­rens und Ver­net­zens fin­det hier auf unse­rer Inter­net­sei­te statt, die von Geschäfts­füh­rer Armin Moh­ren aktu­ell und gekonnt gepflegt wird.

Das Pro­gramm 2017 wird wie­der eine klei­ne­re Akti­on im Früh­jahr in Ver­bin­dung mit der Jah­rens­haupt­ver­samm­lung und die nun schon tra­di­tio­nel­le Exkur­si­on am ers­ten Sams­tag im Sep­tem­ber umfas­sen. Beliebt­heit erfah­ren spon­ta­ne Ange­bo­te aus der nähe­ren Umge­bung, das wird von den Mit­glie­dern wei­ter­hin befür­wor­tet.

Nach der Mot­te im Zubend wird sich der Ver­ein gemein­sam mit dem Bür­ger-Schüt­zen-Ver­ein mit der Mar­kie­rung des in alten Plä­nen „Burg“ genann­ten Schloß Weve­ling­ho­ven vor­mals Lie­ven­dahl und dem davon noch zeu­gen­den Boden­denk­mal im Stadt­park Weve­ling­ho­ven befas­sen.

22 Apr

Klönen bei Kruchens mit Prof. Dr. Barbara Schock-Werner

The gal­le­ry was not found!

 

Die Ein­gangs­hal­le im Senio­ren­wohn­stift St. Mar­ti­nus am Klosterweg konn­te gera­de mal alle Besu­cher auf­neh­men. Dr. Bar­ba­ra Scho­ck-Wer­ner, Dom­bau­meis­te­rin a. D., erzähl­te span­nend und fes­selnd über ihre Tätig­keit als Dom­bau­meis­te­rin am Köl­ner Dom.

Eine Über­ra­schung auch für die Dom­bau­meis­te­rin sel­ber, die Anwe­sen­heit Ihres Nach­fol­gers im Amt, Dom­bau­meis­ter Peter Füs­se­nich. Er ist dem Ver­ein His­to­ri­schen Weve­ling­ho­ven e. V. bekannt  durch sei­ne vor­her­ge­hen­de Tätig­keit im Gene­ral­vi­ka­ri­at. Als Archi­tekt und Denk­mal­pfle­ger hat Peter Füs­se­nich sich sozu­sa­gen dienst­li­ch auch mit dem Alten Pas­to­rat von 1650 an der Unter­stra­ße beschäf­tigt.

Dass der Grün­der des  Köl­ner Domes, Kon­rad von Hoch­sta­den, for­mell Pfar­rer in Weve­ling­ho­ven war, run­de­te den regen Infor­ma­ti­ons­aus­tau­sch mit der Dom­bau­meis­te­rin ab.

Wer Klö­nen bei Kru­chens nicht besu­chen konn­te, dem emp­feh­len wir das Buch von Prof. Dr. Bar­ba­ra Scho­ck-Wer­ner „Köln auf den Punkt, mit der Dom­bau­meis­te­rin a. D durch die Stadt”, ISBN 978–3-8321–9793-3.

Eine aus­führ­li­che Lis­te ihrer Ver­öf­fent­li­chun­gen hat Prof. Dr. Scho­ck-Wer­ner auf der eige­nen Web­sei­te bereit­ge­stellt.

 

17 Apr

Einladung des Kreisheimatbundes

Lie­be Mit­glie­der und inter­es­sier­te Damen und Her­ren,

ger­ne geben wir die­se Ein­la­dung des Kreis­hei­mat­bund Neuss e.V. an Sie wei­ter.

 

Tuppenhof

 

Unse­re hei­mi­sche Land­wirt­schaft – geschicht­li­che Ent­wick­lung, aktu­el­le Situa­ti­on, zukünf­ti­ge Per­spek­ti­ven. Ein Vor­trag von Wolf­gang Wap­pen­schmidt, Kreis­land­wirt im Rhein-Kreis Neuss In Zusam­men­ar­beit mit dem Tup­pen­hof, Muse­um und Begeg­nungs­stät­te für bäu­er­li­che Geschich­te und Kul­tur.

Dank frucht­ba­rer Böden und eines güns­ti­gen Kli­mas war das Kreis­ge­biet über Jahr­hun­der­te von bäu­er­li­chem Leben und Arbei­ten geprägt. Die durch die Indus­tria­li­sie­rung her­vor­ge­ru­fe­nen Ver­än­de­rungs­pro­zes­se haben den Stel­len­wert der Land­wirt­schaft nach­hal­tig ver­än­dert und neue Her­aus­for­de­run­gen für Gegen­wart und Zukunft geschaf­fen.

Ter­min: Diens­tag, 10. Mai 2016, 20.00 Uhr. Der Ein­tritt ist frei.

Ver­an­stal­tungs­ort: Tup­pen­hof, Muse­um und Begeg­nungs­stät­te für bäu­er­li­che Geschich­te und Kul­tur, Rot­tes 27, 41564 Kaarst (Lage­plan und Anrei­se­hin­wei­se).

Bei Inter­es­se an der Ver­an­stal­tung bit­tet der Kreis­hei­mat­bund Neuss um vor­he­ri­ge Anmel­dung, ent­we­der per Mail an kreisarchiv@rhein-kreis-neuss.de oder tele­fo­ni­sch unter (0 21 33) 530 210.