11 Feb

Jahresempfang des Kreisheimatbundes am 9. März 2018

Kreisheimatbund Neuss

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Kreisheimatbund Neuss lädt Sie hiermit herzlich ein zum

Jahresempfang 2018
am Freitag, dem 9. März 2018 um 18.00 Uhr
im Dachcafé des IKEA Möbel- & Einrichtungshauses Kaarst,
Hans-Dietrich-Genscher-Strasse 1, 41516 Kaarst.

Der Jahresempfang dient in bewährter Manier der Kontaktpflege und dem ungezwungenen Meinungsaustausch bei Getränken und einem kleinen Imbiss. Darüber hinaus stellt der Vorstand des Kreisheimatbundes das neue Jahresprogramm vor, das unter dem Jahresmotto „Frieden“ steht. 100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und 400 Jahre nach dem Beginn des Dreißigjährigen Krieges nehmen mehrere Veranstaltungen dieses Thema auf.

Vor Beginn des Jahresempfangs haben Sie um 17.00 Uhr Gelegenheit, im Dachcafé an einer Präsentation des neuen Gebäudes teilzunehmen, das in besonderer Weise den Prinzipien der Nachhaltigkeit und der guten Nachbarschaft verpflichtet ist. Sie können auch in diesem Jahr wieder Ihren Verein an einem Büchertisch präsentieren.

Die Geschäftsstelle bittet um Ihre Rückmeldung bis zum 1. März per Telefon oder Mail. Bitte geben Sie dabei auch an, ob Sie an der Führung teilnehmen und ob Sie einen Büchertisch benötigen. Die Geschäftsstelle bittet um eine möglichst frühzeitige Anmeldung und um Ihr Verständnis, dass bei sehr großem Zuspruch eventuell nur eine begrenzte Teilnehmerzahl pro Verein zugelassen werden kann.

Der Kreisheimatbund folgt beim diesjährigen Jahresempfang der freundlichen und außerordentlichen Einladung der IKEA Deutschland GmbH.

Mit freundlichen Grüssen
Beate Pricking, Präsidentin

 

22 Dez

Weihnachtsgruss und Termine 2018

Liebe Mitglieder und Freunde unseres Vereins,

noch wenige Tage trennen uns vom Weihnachtsfest und dem Jahreswechsel. 2018 ist nah und deshalb hier zunächst Termine für unsere Traditionsveranstaltungen (Bitte ganz schnell im Kalender markieren!):

  • Mittwoch, 25. April 2018: Jahreshauptversammlung mit Kassen- und Geschäftsbericht, sowie Rahmenprogramm „Über die Fluren“.
  • Samstag, 25. August 2018: „Auf den Spuren“ Excursion mit historischem Hintergrund.

Tagesordnungen beziehungsweise Programme folgen zeitnah.

Das Jahr 2017: 

„Über die Fluren“

Gut besucht ist am 29. März die Führung durch das Römische Lager Neuss-Castrum Novaesium mit Heinz Birkenheuer an seiner Rekonstruktion der zweiten Steinbauphase des Lagers. Spannende Geschichte stieg aus den großartigen Modellen, Heinz Birkenheuer hätte noch viel mehr zu erzählen gehabt. Wir müssten noch mal hin.

„Auf den Spuren“

Führt uns am 7.Oktober nach Brauweiler, fast vor die Haustür. Führungen in Abtei, Kirche und Gedenkstätte sind die beeindruckenden Programmpunkte dieser Excursion.

„Gegen die Ehefrau Josef Balzer, Maria geb. Behrens, geb. am 13.11.1899 zu Wevelinghofen, und ihre Tochter Elli Balzer, geb. am 9.6.1924 zu Ehrenfeld, wird Schutzhaft und Einweisung in ein KL (Konzentrationslager) beantragt. . . .“

Dieser Vermerk vom 9. Februar 1945 in der Gedenkstätte schafft die Beziehung zum Motto „Auf den Spuren“, Studiendirektor a.D. Josef Wißkirchen nimmt uns mit in erschütternde Schicksale und in eine bedrückende Zeit in unserer Heimat.

Motte im Zubend in Wevelinghoven

Die Markierung der Motte ist in 2017 etwas ins Stocken geraten, nun kann es weitergehen.

Im Laufe der Planung entstand die Idee, die Hinweistafel auf der Brücke am Klosterweg anzubringen. Dazu war behördliche Genehmigung bei der Stadt einzuholen. Diese liegt nun vor.

Die Trägerkonstruktion ist fachmännisch hergestellt, Texte und Bilder sind geschrieben und ausgewählt, die Gestaltung ist in der Endfassung. Hilfreich war in dieser Sache das Zusammenwirken mit dem St. Martinus Stift/Augustinus-Kliniken, dem damaligen Geschäftsführer Herrn Thilo Spychalski sowie jetzt mit Herrn Theo Sandkaulen.

Markierung „Schloß Wevelinghoven“

Über ein Gemälde von „Schloß Wevelinghoven“ haben wir 2016 im Anschluss an unsere Excursion nach Hohenlimburg berichtet.

Kleiner Tip für die Zweifler: Festschrift der Evangelischen Kirchengemeinde Wevelinghoven von Prof. Heiland „…und so wohne ich elendig ohne Hülf und Beistand“: Seite 75 Schloß Lievendal (Lauendal) im 16. Jhdt.(1536). 

Wir haben an anderer Stelle schon Hinweise gefunden, müssen aber noch mehr über dieses „Schloß“ in Erfahrung bringen, wenn wir eine informative Markierung gestalten wollen. Vielleicht berechtigen unsere Erkenntnisse dann zu der Frage, ob der heute sogenannte Stadtpark möglicherweise auch Schloßpark genannt werden könnte.

Übrigens gibt es Vermutungen, hier wäre die Keimzelle der Siedlung „Wevelinghoven“. Eine Aufgabe für 2018 und wahrscheinlich folgende Jahre.

Zukunft des Vereins Historisches Wevelinghoven e.V.

Auf ein Denkmal aufmerksam zu machen und es vor dem völligen Untergang zu retten, das war 2005 die bei jungen Wevelinghovenern am Osterfeuer entstandene Idee, welche zur Gründung unseres Vereins führte.

Die Aufmerksamkeit in und um Wevelinghoven und in Stadt, Kreis und Bistum auf das Alte Pastorat zu lenken, ist dem Verein Historisches Wevelinghoven e.V. gelungen.

Im Zusammenhang mit der Entwicklung um St. Martinus und die Kruchen-Stiftung mit dem heutigen St. Martinus-Stift ist das Denkmal „Altes Pastorat“ für die Zukunft der Gemeinde vielleicht bedeutsamer als auf den ersten Blick erkennbar.

Mit jedem neuen Tag wächst die Menge an Vergangenheit, ob damit die Menge an Zukunft abnimmt, ist unbewiesen. Aus dem Erlebten leiten wir Erkenntnisse ab.

Erlebtes, wenn es Freude bereitet hat und eindrucksvoll war, kann als Ritual, so zum Beispiel als Brauchtum bewahrt werden.

Lebendig bleibt Erlebtes, wenn es Erinnerung prägt und zum Vergleich, zur Bewertung oder auch zu Begeisterung oder Ablehnung bewegt.

Beschäftigung mit Vergangenheit beziehungsweise Geschichte macht Sinn, wenn wir Antworten auf Fragen unserer Zukunft suchen.

Wir machen daher keinen Fehler, die Vergangenheit unseres Ortes zu erinnern und, wenn es Sinn macht, zu markieren.

Auf Erinnern-Markieren-Vernetzten begründen wir den Sinn unserer Aktivitäten und damit unseres Vereins. Vielleicht schauen wir uns alle mal um, ob im Familien- oder Freundeskreis noch Frauen oder Männer zum Mitmachen und damit zur Mitgliedschaft im Historischen Wevelinghoven e.V. bewegt werden können. Das wäre auch ein Ziel für 2018. Die Beitrittserklärung kann entweder als PDF runtergeladen oder schnell und einfach hier ausgefüllt werden.

Ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes Jahr 2018 wünscht Ihnen gemeinsam mit

Nikolai Dohlen, Armin Mohren und Magda Hoer

Ihr Theo Hoer Bm a.D.
Vorsitzender

 

07 Apr

Mitgliederversammlung und Ostergruß 2017

 

Liebe Mitglieder im Verein Historisches Wevelinghoven e.V.,

die Mitgliederversammlung am 29. März 2017 im Weinzimmer der Erftruhe ist abgewickelt. Aktivitäten und Berichte sowie Planungen für 2018 und folgende Zeit fanden nach Erörterung die Zustimmung der Anwesenden.

In den geschäftsführenden Vorstand für die folgende Amtszeit bis 2020 wurden jeweils einstimmig Theo Hoer Bm.a.D. als Vorsitzender, Nikolai Dohlen als 2. Vorsitzender, Armin Mohren als Geschäftsführer und Magda Hoer als Kassiererin gewählt.

Der Frage, ob die Motte im Zubend ein Geheimnis birgt, ging Theo Hoer in einem mit Plänen, Skizzen, Karten und Fotografien ergänzten Vortrag nach. Dabei nahm er sich die Freiheit, bis zum Beweis des Gegenteils davon auszugehen, daß es sich bei dem Erdhügel an der Erft im Zubend von Wevelinghoven tatsächlich um eine mittelalterliche Anlage aus der Zeit handelt, in der solche „Motte“ genannten Wohn- und Wehranlagen in Europa entstanden sind. Eine nähere Untersuchung von Motte und der im Gelände sich abzeichnenden Vorburg sollte für die nächsten Jahre auf der Langzeittagesordnung stehen.

„Über die Fluren“ ging es vor der Jahreshauptversammlung per Bus zum Modell des Castrum Novaesium in Neuss und zu zwei spannenden Stunden mit Heinz Birkenheuer.

Rechtzeitig zu Ostern kommt Pastorat 10, wieder mit interessanten Themen zu Wevelinghoven. Leider kann eine Verteilung „von Hand“ nicht erfolgen, daher dürfen wir Sie auf einige Stellen aufmerksam machen, wo Pastorat 10 in den nächsten Tagen ausgelegt wird: Sparkassen und Banken, Kirche St. Martinus und St. Martinus-Stift, Deuss, Bolz, Mattheisen, Genussfaktur. Viel Spaß beim Lesen!

Gefreut haben wir uns, daß als neue Mitglieder Beate und Karl Broich sowie Petra und Georg Staniek zu uns gestoßen sind. Herzlich willkommen!

Allen, auch denen, die wir nicht per Mail oder über diese Seite erreichen, wünschen wir auf diesem Wege ein duftiges Frühjahr und ein Frohes Osterfest.

Theo Hoer mit
Nikolai Dohlen, Armin Mohren, Magda Hoer.

 

05 Mrz

Mitgliederversammlung am 29. März 2017

Sehr geehrte Mitglieder des Vereins Historisches Wevelinghoven e.V.,

zur satzungsgemäßen Mitgliederversammlung 2017 laden wir hiermit herzlich ein.

Wir freuen uns, Sie am

Mittwoch, den 29. März 2017 um 20:00 Uhr
im Weinzimmer der Erftruhe, Hemmerdener Weg 55
in 41516 Grevenbroich, begrüßen zu dürfen.

TAGESORDNUNG

  1. Begrüßung, Feststellung der Beschlussfähigkeit
  2. Berichte – Zwischenberichte bereits schriftlich in der Weihnachtspost
  3. Kassenbericht und Aussprache zu den Berichten
  4. Kassenprüfungsbericht
  5. Entlastung der Kassiererin und des Vorstandes
  6. Wahl zur Versammlungsleitung für TOP 7
  7. Wahl des/der 1. Vorsitzenden
  8. Wahl des/der 2. Vorsitzenden
  9. Wahl des Geschäftsführers/der Geschäftsführerin
  10. Wahl der Kassiererin/des Kassierers
  11. Wahl von zwei Kassenprüferinnen/Kassenprüfern
  12. Erinnern – Markieren – Vernetzen
    Programm 2016 und Vorschau 2017
    Schriften zur Stadt Wevelinghoven und ihrer Geschichte
    Markierung Motte, Forschung Motte
    Markierung Burg/Schloß Leuendahl-Lievendahl – Schloß Wevelinghoven
    Das versunkene Schloß im vergessenen Park
  13. Verschiedenes
  14. 1000 Jahre früher, sicherer Ort Wevelinghoven!
    Die Motte im Zubend – birgt sie noch Geheimnisse?
    Theo Hoer versucht, sich ein Bild zu machen.

Abgsesehen von Anträgen aus der Debatte heraus bitte Anträge zur Tagesordnung vorab schriftlich.

Vor der Mitgliederversammlung findet wie bereits angekündigt  unsere Exkursion zum Neusser Legionslager statt. Der Bus fährt um 17:15 Uhr am Marktplatz Seite Oststrasse ab. Treffpunkt ist um 18:00 Uhr das Tagungshotel der Deutschen Telekom, Humboldtstrasse 2 in Neuss.

Eine schöne Frühlingszeit und Osterzeit wünscht Ihnen der Vorstand
des Historischen Wevelinghoven e.V.

Theo Hoer, 1. Vorsitzender
mit
Nikolai Dohlen, Armin Mohren und Magda Hoer

 

11 Dez

Weihnachtsgruss und Termine 2017

Liebe Mitglieder und Freunde unseres Vereins,

für den Terminkalender 2017 hier schon heute die vorbereiteten Termine:

„Über die Fluren“ am Mittwoch, den 29. März 2017
Castrum Novaesium – Das Neusser Legionslager in der zweiten Steinbauphase 80 bis 103 n.Chr.

Das von der XVI. und VI. römischen Legion an der Erftmündung errichtete Lager mit einer Ausdehnung von 600 mal 450  Metern entsprechend einer Fläche von 27 Hektar beherbergte zeitweise mit allen Hilfstruppen bis zu 10.000 Mann.

Heinz Birkenheuer aus Wevelinghoven hat es mit Lothar Kirchmeyer auf der Grundlage der von Constantin Coenen 1877 entdeckten Anzeichen und der von 1886 bis 1900 unter seiner Leitung ausgeführten Grabungen maßstabgerecht rekonstruiert.

Heinz Birkenheuer entführt uns am 29. März über seine Modelle in die Zeit vor nahezu 2000 Jahren. Das war und ist ganz nah bei uns, und die Römerstrasse in Wevelinghoven weist uns auf kurzem Weg zur Erftmündung und zum heutigen Grimlinghausen.

17:15 Uhr Busabfahrt Marktplatz Seite Oststraße
18:00 Uhr Neuss-Humboldtstrasse 2, Tagungshotel der Deutschen Telekom

Um 20:00 Uhr sind wir zurück in Wevelinghoven zur

Jahreshauptversammlung 2017.

Die Einladung und Tagesordnung folgen.

„Auf den Spuren“ am Samstag, den 07. Oktober 2017

„Josef Balzer, Maria, geb.Behrens, geb. 13.11.1899 in Wevelinghoven“ – eine Karteikarte, ein Schicksal begegnet uns in der Gedenkstätte in der ehemaligen Abtei Brauweiler.

Auch das kann „auf den Spuren“ bedeuten.

Die 1024 gegründete Benediktinerabei Brauweiler hatte eine bedeutsame Stellung in unserer Region und im Reich. Schon im 19. Jahrhundert nach Auflösung der Abtei Disziplinierungsanstalt für Bettler, Landstreicher, Prostituierte, entmündigte Alkoholiker, wird hier in nationalsozialistischer Zeit ein frühes „Konzentrationslager“ eingerichtet und werden im September 1944 zahlreiche Anstaltsinsassen in Vernichtungslager überstellt.

Konrad Adenauer ist hier mit seiner Frau Gussie im Herbst 1944 Häftling der Gestapo.

Mit Studiendirektor i.R. Josef Wißkirchen, ehemals Lehrer am Erasmus-Gymnasium in Grevenbroich, haben wir eine Führung um

12:00 Uhr in der Abteikirche St. Nikolaus und im Abteigebäude, und um
13:45 Uhr eine Führung durch die Gedenkstätte.
15:00 Uhr Zeit für Kaffee und Kuchen und Gespräche
17:00 Uhr Ankunft Wevelinghoven

Für Über die Fluren (Castrum Novaesium – Das Neusser Legionslager) und Auf den Spuren (Josef Balzer, Maria, geb.Behrens, geb. 13.11.1899 in Wevelinghoven) jetzt schon melden unter 02181 74202 Theo und Magda Hoer oder info@historisches-wevelinghoven.de.

Bitte beachten Sie: die Teilnehmerzahl ist auf maximal 24 Personen begrenzt!

Wir wünschen Ihnen, liebe Mitglieder und ihren Familien, eine besinnliche Adventszeit, ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes Jahr 2017.

Herzlich grüßt Ihr Vorstand

Theo Hoer, Vorsitzender
Nikolai Dohlen, 2. Vorsitzender
Armin Mohren, Geschäftsführer
Magda Hoer, Kassiererin

11 Dez

Historisches Wevelinghoven e.V. 2016 im Rückblick

ERINNERN-MARKIEREN-VERNETZEN…

bleibt auch in der Rückschau auf das zu Ende gehende Jahr Impuls unserer Aktivitäten. Die ohne Zweifel bedeutsamste Nachricht erreichte uns mit Pastorat 09. Die Rettung des zusehends verfallenden Alten Pastorates, 2005 am Osterfeuer noch ein Traum, ist nun Realität.

Die aktuelle Ausgabe der Schriftenreihe PASTORAT, die wir seit Beginn begleiten und unterstützen, teilt uns in Text und Bild mit: Der Erhalt des Alten Pastorats ist gesichert, es wird Bestandteil des neuen Pfarrzentrums der Katholischen Kirchengemeinde St. Martinus.

Der Traum am Osterfeuer 2005 hat seinerzeit umgehend zur Gründung des Vereins Historisches Wevelinghoven e.V. geführt. Mit seinen Aktivitäten das Augenmerk der Öffentlichkeit und dann auch der Entscheider auf den historischen Schatz an der Erft in Wevelinghoven gelenkt zu haben, darf der Verein Historisches Wevelinghoven in aller Bescheidenheit für sich in Anspruch nehmen.

Als „Geschenk der Geschichte“ bezeichnet Dipl.-Ing. Architekt Klaus Knevels in seinem Beitrag „Erzwungene Ökumene“ in Pastorat 09 respektvoll und begeistert das alte Haus und begrüßt die Entscheidung der Kirchengemeinde, „dieses Haus . . ., als Teil des neuen Pfarrzentrums zu erhalten und zu revitalisieren“.

Dem schließen wir uns ohne Einschränkung an. Wir freuen uns mit der Katholischen Pfarrgemeinde St. Martinus und für Wevelinghoven, wenn hier an der Unterstrasse eine weitere für alle offene Einrichtung entsteht, wie wir sie mit dem Pastor-Dehnert-Haus der Evangelischen Kirchengemeinde am Hemmerdener Weg nun seit Jahren kennen.

 

ERINNERN… vor 4 Jahren

1653 – diese Jahreszahl findet man auf dem Schlussstein in einem gut erhaltenen Kaminsims im Alten Pastorat in Wevelinghoven. Das erstaunlich große Gebäude, bereits seit über 150 Jahre nicht mehr als Pastorat genutzt, ist erst in den letzten Jahren wieder in das Blickfeld gekommen. Jahrzehntelang ohne besondere Nutzung, versteckt hinter einer großen Mauer an der Unterstraße, war der bauliche Verfall fast Programm.

Dies zu verhindern war die Absicht von jungen Leuten, die in einer Osternacht am Feuer im Pfarrgarten den Plan schmiedeten, zu diesem Zweck einen Verein zu gründen. Das wurde 2005 mit der Gründung des Vereins Historisches Wevelinghoven e.V. in die Tat umgesetzt.

Mit der Teilnahme an Tagen des Offenen Denkmals, Ständen auf dem Maimarkt, Vorträgen und Veröffentlichungen konnte als erstes Teilziel die Aufmerksamkeit zunächst der Wevelinghovener erzeugt werden.

Heute zeichnet sich mit der geplanten Errichtung eines neuen Pfarrzentrums der Kirchengemeinde St. Martinus in Wevelinghoven bereits eine Nutzungsmöglichkeit ab, die die entstehenden Kosten vertretbar erscheinen lässt. Erste konkrete bauliche Sicherungsmaßnahmen im Bereich der Fundamente, der tragenden Wände und des Dachstuhls wurden nach umfangreichen Untersuchungen durchgeführt.

Das Haus ist wieder begehbar und am Tag des Offenen Denkmals im September 2012 konnte Architekt Klaus Knevels eine große und sehr interessierte Besuchergruppe durch alle Räume bis auf den Dachstuhl führen. Das ist ein großer Schritt nach vorne.

Noch im Sommer 2011 schloss Vereinsvorsitzender Bürgermeister a. D. Theo Hoer Überlegungen zur Jahreszahl 1653 und zur Frage, wer denn nun eigentlich das Alte Pastorat errichtet hat mit der Feststellung:

„Eine gemeinsame Baumaßnahme (Protestanten und Catholiken) während Zeiten simultaner Nutzung darf in relativ gesicherter Kenntnis der Beziehungen der Konfessionen zur damaligen Zeit als unmöglich angenommen werden. Die Kernaufgabe ist jedoch nicht, den oder die Erbauer zu finden, sonder das vor mehr als 350 Jahren errichtete Baudenkmal zu sichern und vor dem Untergang zu bewahren.“

Die aktuelle Entwicklung ist ein Glücksfall, vielleicht sogar mehr als das und ist für Wevelinghoven auch ein ökumenischer Auftrag.

 

MARKIEREN… Wie ist das Schloß verschwunden?

Ein überwachsener und baumbestandener unregelmäßiger Hügel auf der heutigen Insel im Stadtpark zu Wevelinghoven ist ganz unaufgeregt und schlicht mit der Bezeichnung „Wüstung“ als Bodendenkmal in die Denkmalliste der Stadt Grevenbroich eingetragen. Dafür, daß wir hier keine natürliche Erhebung vor uns haben, liegen uns etliche Dokumente aus der Geschichte vor.

Die ganz große Überraschung jedoch ist das Gemälde „Schloß Wevelinghoven“, welches wir auf den Spuren am 3. September auf Schloß Hohenlimburg entdeckten. Der eine oder andere Mitreisende wollte kaum glauben, daß solch ein offensichtlich recht ansehnliches und umfangreiches Gebäude hier in Wevelinghoven gestanden haben soll und erste Interpretationsversuche machten die Runde.

Nun ist es so, daß auf Schloß Hohenlimburg neben dem Gemälde von Schloß Wevelinghoven auch Gemälde von anderen Schlössern der Grafen von Bentheim zu sehen sind und diese historischen Anlagen wie Schloß Rheda oder Hohenlimburg fast 1 zu 1 noch existieren. Ein Vergleich zwischen Gemälden und Wirklichkeit gibt keine Hinweise auf Übertreibungen oder besondere Überhöhungen oder darstellerische Tricks. Warum sollte der Maler oder die Werkstatt da bei Wevelinghoven eine Ausnahme gemacht haben? Auch die uns bekannten Grundrisse aus früheren Zeiten lassen durchaus den Schluß auf eine bemerkenswerte Anlage zu.

„Schloß Wevelinghoven“ dürfte als Bezeichnung erst zur Zeit der Regentschaft der Grafen von Bentheim für das vorher als „Lievendahl“ bekannte Anwesen aufgekommen sein. Wir wollen doch ein wenig mehr wissen und meinen, das verschwundene Schloß und seine Geschichte sind es wert, näher untersucht zu werden.

1670 bis 1685 trafen sich hier die Mitglieder der Reformierten Gemeinde Wevelinghoven zu ihren Gottesdiensten und Versammlungen. Der baulich schlechte Zustand wird übrigens damals nachdrücklich erwähnt mit der Bitte um Abhilfe an die Herren von Wevelinghoven, die Grafen von Bentheim.

In französischer Sprache abgefasst ist am 19. Dezember 1808 der Verkauf der „Burg“ Wevelinghoven seitens des Grafen Emil-Friedrich von Bentheim-Tecklenburg an Gerhard Koch, Kaufhändler zu Wevelinghoven. Warum dieser oder seine Nachfolger die Gebäude westlich der Erft im Laufe der Zeit aufgaben und verfallen ließen, ist nicht mehr in den Bentheimer Archiven nachzulesen, dazu werden wir andere Quellen suchen müssen.

Unser Weg führt nun zum Rhein-Kreis Neuss Archiv mit den entsprechenden Fragestellungen. Ein erster Termin dazu ist noch im Dezember verabredet.

Im Findbuch zu den Forschungen zur Geschichte unserer Region in Westfälischen Adelsarchiven begegnen uns etliche Hinweise auf Burg/Schloß Lievendahl, später Wevelinghoven. Ein Inventarverzeichnis, Rechnungen zu Bauarbeiten, Beauftragung eines Baumeisters Pasqualini, Pacht-und Kaufverträge und noch vieles mehr müssen zugeordnet und interpretiert werden.

Sicher Informationen genug, fachmännischen Rat und Begleitung zu unseren Bemühungen einzuholen.

 

VERNETZEN… im St.-Martinus-Stift

Unseren Arbeitsimpuls „Vernetzen“ konnten wir in diesem Jahr im St. Martinusstift umsetzen. Die erste Veranstaltung der 2016 folgenden Reihe „Klönen bei Kruchens“ haben wir als Verein 2015 im Rahmen eines Tages der offenen Tür im St. Martinusstift durchgeführt. Die Kapelle war Veranstaltungsort. Schon damals tauchte der Gedanke auf, solche Veranstaltungen den Bewohnern im Stift über das Hausnetz auf den Bildschirmen zugänglich zu machen…

Diesen Plan berichteten wir in der Jahreshauptversammlung im Frühjahr 2016 den Mitgliedern. Nach Prüfung der technischen Machbarkeit und der zu erwartenden Kosten konnte die Finanzierung mit Hilfe einer Zuwendung der Sparkasse Neuss aus PS-Zweckertrag und einer weiteren auf das Ziel bezogenen Spende sichergestellt und der Auftrag erteilt werden.

Die technischen Einrichtungen für Aufnahmen beziehungsweise Übertragungen aus dem Bereich der Kapelle sind geschaffen und im November in Betrieb gegangen. In einem nächsten Schritt kann die Einbeziehung des Eingangsbereiches angegangen werden, um auch diesen mit dem Haus zu vernetzen.

Die Veranstaltungen „Klönen bei Kruchens“ im Jahr 2016 hatten guten Zulauf. Aus unserem Austellungsbesuch „bös teutsch-bös evangelisch“ ging am 12. Januar ein Abend mit dem Direktor des Museums Schloß Rheydt, Dr. Karl Heinz Wiegmann hervor und die ehemalige Kölner Dombaumeisterin Dr. Barbara Schock-Werner entführte am 19. April in ihre Welt und Sicht derselben.

Zuletzt am 21. November waren 120 Besucher bei einem Abend „Klönen bei Kruchens“ mit Willibert Pauels.

Der 2016 zum erstenmal im Foyer des St. Martinus-Stiftes durchgeführte Empfang des Bürgerschützenvereins Wevelinghoven zum Ehrenabend ist es gewiß wert, den Bewohnern des Hauses auch via Bildschirm angeboten zu werden. Interessante lokale Ereignisse live zu übertragen, das wäre doch was.

Wir werden berichten.

Theo Hoer