07 Sep

NGZ-Bericht zum Schloss Wevelinghoven

Den heu­te in der Neuss-Gre­ven­broi­cher Zei­tung erschie­ne­nen Arti­kel zum Schloss Weve­ling­ho­ven ver­öf­fent­li­chen wir mit freund­li­cher Geneh­mi­gung des Ver­lags.

Unser aus­führ­li­cher Bericht über die Exkur­si­on folgt in der nächs­ten Woche. 

Gemaelde_Schloss_Wevelinghoven

Weve­ling­ho­ve­ner Burg auf altem Gemäl­de ent­deckt

Vom Sitz der Her­ren von Weve­ling­ho­ven blie­ben nur Trüm­mer übrig. Ein altes Bild zeigt das Schloss in vol­ler Pracht.

Von Wil­jo Piel

Im Weve­ling­ho­ve­ner Stadt­park lie­gen Mau­er­res­te, die ein­st zum Schloss der Her­ren von Lie­ven­dahl gehör­ten. Dass es sich bei dem um 1800 unter­ge­gan­ge­nen Gemäu­er um einen recht statt­li­chen Bau gehan­delt haben muss, wur­de den Mit­glie­dern des Ver­eins „His­to­ri­sches Weve­ling­ho­ven” jetzt anschau­li­ch vor Augen geführt. Auf Schloss Hohen­lim­burg ent­deck­ten die Hei­mat­freun­de um Alt-Bür­ger­meis­ter Theo Hoer jetzt ein Ölge­mäl­de mit einer alten Ansicht der Gar­ten­stadt — und in deren Zen­trum ist die Burg Weve­ling­ho­ven in ihrer gan­zen Pracht zu sehen.

Das ist eine ech­te Über­ra­schung”, sagt Theo Hoer: „Und ein wert­vol­ler Fund zur geschicht­li­chen Doku­men­ta­ti­on unse­res Ortes.” Der Zusam­men­hang zwi­schen Weve­ling­ho­ven und Hohen­lim­burg ist his­to­ri­sch belegt: Anna von Weve­ling­ho­ven und Lie­ven­dahl brach­te ihr Erbe mit in die Ehe, die sie 1439 mit Hein­rich von Geh­men schloss. Von die­ser Ver­bin­dung aus ging Weve­ling­ho­ven durch Hei­rat, Ver­kauf und Schen­kung zunächst an Teck­len­burg und spä­ter an Bent­heim. Die Gra­fen von Bent­heim-Teck­len­burg kamen 1592 in den Besitz der Graf­schaft Lim­burg, und ab 1681 resi­dier­ten sie auf Schloss Hohen­lim­burg. „Zur Doku­men­ta­ti­on lie­ßen sie ihre Lie­gen­schaf­ten malen — und somit besit­zen sie noch heu­te auf Hohen­lim­burg auch ein Bild ihres Besit­zes als Her­ren von Weve­ling­ho­ven”, schil­dert Theo Hoer.

Von dem Ölge­mäl­de hat­te der ehe­ma­li­ge Bür­ger­meis­ter von einem Freund erfah­ren, der es zufäl­lig ent­deckt hat­te. Um sich das Werk ein­mal aus der Nähe anzu­se­hen, unter­nahm der Ver­ein „His­to­ri­sches Weve­ling­ho­ven” sei­ne Jah­res-Exkur­si­on nach Hohen­lim­burg. „Als nächs­tes wird die Inter­pre­ta­ti­on des Bil­des fol­gen”, sagt Hoer: „Wir wol­len es unter ande­rem auch mit his­to­ri­schen Ansich­ten ande­rer Besitz­tü­mer der Gra­fen ver­glei­chen.”

Gemein­sam mit den Bür­ger­schüt­zen möch­te der Ver­ein zudem die Hei­mat­ge­schich­te im Ort erleb­bar machen. An his­to­ri­schen Stät­ten wie der Mot­te am Klosterweg sol­len Hin­weis­ta­feln ange­bracht wer­den, die mit Hil­fe von QR-Codes auch wei­ter­füh­ren­de Infor­ma­tio­nen bie­ten sol­len. Auch die alten Mau­ern im Stadt­park wer­den mit einer sol­chen Tafel aus­ge­rüs­tet. „Ein Schlos­s­um­feld, das als ‚Stadt­park’ bezeich­net wer­den kann, soll­te nach Mei­nung der Weve­ling­ho­ve­ner spä­tes­tens dann wie­der erleb­bar sein”, sagt Theo Hoer.

Quel­le: Neuss-Gre­ven­broi­cher Zei­tung am 7. Sep­tem­ber 2016 (Online-Ver­si­on)
Bild: Theo Hoer

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