05 Mrz

Mitgliederversammlung am 29. März 2017

Sehr geehrte Mitglieder des Vereins Historisches Wevelinghoven e.V.,

zur satzungsgemäßen Mitgliederversammlung 2017 laden wir hiermit herzlich ein.

Wir freuen uns, Sie am

Mittwoch, den 29. März 2017 um 20:00 Uhr
im Weinzimmer der Erftruhe, Hemmerdener Weg 55
in 41516 Grevenbroich, begrüßen zu dürfen.

TAGESORDNUNG

  1. Begrüßung, Feststellung der Beschlussfähigkeit
  2. Berichte – Zwischenberichte bereits schriftlich in der Weihnachtspost
  3. Kassenbericht und Aussprache zu den Berichten
  4. Kassenprüfungsbericht
  5. Entlastung der Kassiererin und des Vorstandes
  6. Wahl zur Versammlungsleitung für TOP 7
  7. Wahl des/der 1. Vorsitzenden
  8. Wahl des/der 2. Vorsitzenden
  9. Wahl des Geschäftsführers/der Geschäftsführerin
  10. Wahl der Kassiererin/des Kassierers
  11. Wahl von zwei Kassenprüferinnen/Kassenprüfern
  12. Erinnern – Markieren – Vernetzen
    Programm 2016 und Vorschau 2017
    Schriften zur Stadt Wevelinghoven und ihrer Geschichte
    Markierung Motte, Forschung Motte
    Markierung Burg/Schloß Leuendahl-Lievendahl – Schloß Wevelinghoven
    Das versunkene Schloß im vergessenen Park
  13. Verschiedenes
  14. 1000 Jahre früher, sicherer Ort Wevelinghoven!
    Die Motte im Zubend – birgt sie noch Geheimnisse?
    Theo Hoer versucht, sich ein Bild zu machen.

Abgsesehen von Anträgen aus der Debatte heraus bitte Anträge zur Tagesordnung vorab schriftlich.

Vor der Mitgliederversammlung findet wie bereits angekündigt  unsere Exkursion zum Neusser Legionslager statt. Der Bus fährt um 17:15 Uhr am Marktplatz Seite Oststrasse ab. Treffpunkt ist um 18:00 Uhr das Tagungshotel der Deutschen Telekom, Humboldtstrasse 2 in Neuss.

Eine schöne Frühlingszeit und Osterzeit wünscht Ihnen der Vorstand
des Historischen Wevelinghoven e.V.

Theo Hoer, 1. Vorsitzender
mit
Nikolai Dohlen, Armin Mohren und Magda Hoer

 

23 Dez

VERNETZEN im St.-Martinus-Stift

 

Teilhaben an Veranstaltungen im Haus und draußen in Wevelinghoven und im Kreis – das war die auch von Schwester Celina mit Nachdruck verfolgte Idee z. B. für die Bewohner der Einrichtung, die gerne teilhaben möchten aber nicht  persönlich teilnehmen können.

Unter dem Stichwort VERNETZEN sah der Verein Historisches Wevelinghoven e.V. hier eine Aufgabe im Sinne seiner Satzung und seiner Handlungsimpulse

„Erinnern-Markieren-Vernetzen“

Technisch musste dazu die Video-Hausanlage entsprechend ergänzt werden. Der erste Schritt ist die Übertragungsmöglichkeit aus der Kapelle. Andachten, Gottesdienste, Vorträge, Gesprächsrunden  können jetzt in den Wohnbereichen gesehen und gehört werden.

Übertragungen aus dem Eingangsbereich, zum Beispiel der Empfang des Bürger-Schützen-Vereins Wevelinghoven am Ehrenabend oder thematische Abende wie „Klönen bei Kruchens“ und – noch ein weiterer Schritt – Aktuelles aus dem Ort und der Region kommen durch Vernetzung über Bildschirm und Lautsprecher zu den Menschen.

Einspielungen auch von älteren Bildern und Filmen aus Wevelinghoven, Grevenbroich und dem Kreis können die  Biographiearbeit im Haus begleiten, die auf die individuelle Lebensgeschichte der Bewohner eingeht.

Thilo Spychalski, Geschäftsführer St.-Augustinus-Kliniken und Nadja Pienkowski, Einrichtungsleiterin St.-Martinus-Stift begrüßten am 19. Dezember 2016 zur Vorstellung der Aktion Redakteure der Neuss-Grevenbroicher Zeitung und des Erft-Kurier sowie Theo und Magda Hoer und Armin Mohren vom Historisches Wevelinghoven e.V.

Der Verein hat die jetzt in Betrieb genommene Technik in Auftrag gegeben. Das ist möglich gemacht worden durch großzügige Unterstützung Dritter. So erhielt der Verein als Unterstützung seiner Pläne aus PS-Zweckerträgen € 4.000,- von der Sparkasse Neuss.

Gerne und herzlich wurde daher vom Haus und vom Verein Herr Stephan Meiser von der Sparkasse Neuss begrüßt. Den Dank an die Sparkasse Neuss quittierte Stephan Meiser mit der Feststellung, „hier kann etwas an Menschen zurückgegeben werden, die über Jahrzehnte Kunden und Geschäftspartner waren“.

Materiell und mit Ideen weiter mithelfen will der Verein Historisches Wevelinghoven e.V., der Phantasie bei der Begleitung und Gestaltung der Vernetzung im St.-Martinus-Stift und in Wevelinghoven sind laut Vorsitzendem Theo Hoer keine Grenzen gesetzt. T-Shirts für Aktive von Martinus-TV sind laut Thilo Spychalski fast schon fertig.

Theo Hoer

 

11 Dez

Weihnachtsgruss und Termine 2017

Liebe Mitglieder und Freunde unseres Vereins,

für den Terminkalender 2017 hier schon heute die vorbereiteten Termine:

„Über die Fluren“ am Mittwoch, den 29. März 2017
Castrum Novaesium – Das Neusser Legionslager in der zweiten Steinbauphase 80 bis 103 n.Chr.

Das von der XVI. und VI. römischen Legion an der Erftmündung errichtete Lager mit einer Ausdehnung von 600 mal 450  Metern entsprechend einer Fläche von 27 Hektar beherbergte zeitweise mit allen Hilfstruppen bis zu 10.000 Mann.

Heinz Birkenheuer aus Wevelinghoven hat es mit Lothar Kirchmeyer auf der Grundlage der von Constantin Coenen 1877 entdeckten Anzeichen und der von 1886 bis 1900 unter seiner Leitung ausgeführten Grabungen maßstabgerecht rekonstruiert.

Heinz Birkenheuer entführt uns am 29. März über seine Modelle in die Zeit vor nahezu 2000 Jahren. Das war und ist ganz nah bei uns, und die Römerstrasse in Wevelinghoven weist uns auf kurzem Weg zur Erftmündung und zum heutigen Grimlinghausen.

17:15 Uhr Busabfahrt Marktplatz Seite Oststraße
18:00 Uhr Neuss-Humboldtstrasse 2, Tagungshotel der Deutschen Telekom

Um 20:00 Uhr sind wir zurück in Wevelinghoven zur

Jahreshauptversammlung 2017.

Die Einladung und Tagesordnung folgen.

„Auf den Spuren“ am Samstag, den 07. Oktober 2017

„Josef Balzer, Maria, geb.Behrens, geb. 13.11.1899 in Wevelinghoven“ – eine Karteikarte, ein Schicksal begegnet uns in der Gedenkstätte in der ehemaligen Abtei Brauweiler.

Auch das kann „auf den Spuren“ bedeuten.

Die 1024 gegründete Benediktinerabei Brauweiler hatte eine bedeutsame Stellung in unserer Region und im Reich. Schon im 19. Jahrhundert nach Auflösung der Abtei Disziplinierungsanstalt für Bettler, Landstreicher, Prostituierte, entmündigte Alkoholiker, wird hier in nationalsozialistischer Zeit ein frühes „Konzentrationslager“ eingerichtet und werden im September 1944 zahlreiche Anstaltsinsassen in Vernichtungslager überstellt.

Konrad Adenauer ist hier mit seiner Frau Gussie im Herbst 1944 Häftling der Gestapo.

Mit Studiendirektor i.R. Josef Wißkirchen, ehemals Lehrer am Erasmus-Gymnasium in Grevenbroich, haben wir eine Führung um

12:00 Uhr in der Abteikirche St. Nikolaus und im Abteigebäude, und um
13:45 Uhr eine Führung durch die Gedenkstätte.
15:00 Uhr Zeit für Kaffee und Kuchen und Gespräche
17:00 Uhr Ankunft Wevelinghoven

Für Über die Fluren (Castrum Novaesium – Das Neusser Legionslager) und Auf den Spuren (Josef Balzer, Maria, geb.Behrens, geb. 13.11.1899 in Wevelinghoven) jetzt schon melden unter 02181 74202 Theo und Magda Hoer oder info@historisches-wevelinghoven.de.

Bitte beachten Sie: die Teilnehmerzahl ist auf maximal 24 Personen begrenzt!

Wir wünschen Ihnen, liebe Mitglieder und ihren Familien, eine besinnliche Adventszeit, ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes Jahr 2017.

Herzlich grüßt Ihr Vorstand

Theo Hoer, Vorsitzender
Nikolai Dohlen, 2. Vorsitzender
Armin Mohren, Geschäftsführer
Magda Hoer, Kassiererin

11 Dez

Historisches Wevelinghoven e.V. 2016 im Rückblick

ERINNERN-MARKIEREN-VERNETZEN…

bleibt auch in der Rückschau auf das zu Ende gehende Jahr Impuls unserer Aktivitäten. Die ohne Zweifel bedeutsamste Nachricht erreichte uns mit Pastorat 09. Die Rettung des zusehends verfallenden Alten Pastorates, 2005 am Osterfeuer noch ein Traum, ist nun Realität.

Die aktuelle Ausgabe der Schriftenreihe PASTORAT, die wir seit Beginn begleiten und unterstützen, teilt uns in Text und Bild mit: Der Erhalt des Alten Pastorats ist gesichert, es wird Bestandteil des neuen Pfarrzentrums der Katholischen Kirchengemeinde St. Martinus.

Der Traum am Osterfeuer 2005 hat seinerzeit umgehend zur Gründung des Vereins Historisches Wevelinghoven e.V. geführt. Mit seinen Aktivitäten das Augenmerk der Öffentlichkeit und dann auch der Entscheider auf den historischen Schatz an der Erft in Wevelinghoven gelenkt zu haben, darf der Verein Historisches Wevelinghoven in aller Bescheidenheit für sich in Anspruch nehmen.

Als „Geschenk der Geschichte“ bezeichnet Dipl.-Ing. Architekt Klaus Knevels in seinem Beitrag „Erzwungene Ökumene“ in Pastorat 09 respektvoll und begeistert das alte Haus und begrüßt die Entscheidung der Kirchengemeinde, „dieses Haus . . ., als Teil des neuen Pfarrzentrums zu erhalten und zu revitalisieren“.

Dem schließen wir uns ohne Einschränkung an. Wir freuen uns mit der Katholischen Pfarrgemeinde St. Martinus und für Wevelinghoven, wenn hier an der Unterstrasse eine weitere für alle offene Einrichtung entsteht, wie wir sie mit dem Pastor-Dehnert-Haus der Evangelischen Kirchengemeinde am Hemmerdener Weg nun seit Jahren kennen.

 

ERINNERN… vor 4 Jahren

1653 – diese Jahreszahl findet man auf dem Schlussstein in einem gut erhaltenen Kaminsims im Alten Pastorat in Wevelinghoven. Das erstaunlich große Gebäude, bereits seit über 150 Jahre nicht mehr als Pastorat genutzt, ist erst in den letzten Jahren wieder in das Blickfeld gekommen. Jahrzehntelang ohne besondere Nutzung, versteckt hinter einer großen Mauer an der Unterstraße, war der bauliche Verfall fast Programm.

Dies zu verhindern war die Absicht von jungen Leuten, die in einer Osternacht am Feuer im Pfarrgarten den Plan schmiedeten, zu diesem Zweck einen Verein zu gründen. Das wurde 2005 mit der Gründung des Vereins Historisches Wevelinghoven e.V. in die Tat umgesetzt.

Mit der Teilnahme an Tagen des Offenen Denkmals, Ständen auf dem Maimarkt, Vorträgen und Veröffentlichungen konnte als erstes Teilziel die Aufmerksamkeit zunächst der Wevelinghovener erzeugt werden.

Heute zeichnet sich mit der geplanten Errichtung eines neuen Pfarrzentrums der Kirchengemeinde St. Martinus in Wevelinghoven bereits eine Nutzungsmöglichkeit ab, die die entstehenden Kosten vertretbar erscheinen lässt. Erste konkrete bauliche Sicherungsmaßnahmen im Bereich der Fundamente, der tragenden Wände und des Dachstuhls wurden nach umfangreichen Untersuchungen durchgeführt.

Das Haus ist wieder begehbar und am Tag des Offenen Denkmals im September 2012 konnte Architekt Klaus Knevels eine große und sehr interessierte Besuchergruppe durch alle Räume bis auf den Dachstuhl führen. Das ist ein großer Schritt nach vorne.

Noch im Sommer 2011 schloss Vereinsvorsitzender Bürgermeister a. D. Theo Hoer Überlegungen zur Jahreszahl 1653 und zur Frage, wer denn nun eigentlich das Alte Pastorat errichtet hat mit der Feststellung:

„Eine gemeinsame Baumaßnahme (Protestanten und Catholiken) während Zeiten simultaner Nutzung darf in relativ gesicherter Kenntnis der Beziehungen der Konfessionen zur damaligen Zeit als unmöglich angenommen werden. Die Kernaufgabe ist jedoch nicht, den oder die Erbauer zu finden, sonder das vor mehr als 350 Jahren errichtete Baudenkmal zu sichern und vor dem Untergang zu bewahren.“

Die aktuelle Entwicklung ist ein Glücksfall, vielleicht sogar mehr als das und ist für Wevelinghoven auch ein ökumenischer Auftrag.

 

MARKIEREN… Wie ist das Schloß verschwunden?

Ein überwachsener und baumbestandener unregelmäßiger Hügel auf der heutigen Insel im Stadtpark zu Wevelinghoven ist ganz unaufgeregt und schlicht mit der Bezeichnung „Wüstung“ als Bodendenkmal in die Denkmalliste der Stadt Grevenbroich eingetragen. Dafür, daß wir hier keine natürliche Erhebung vor uns haben, liegen uns etliche Dokumente aus der Geschichte vor.

Die ganz große Überraschung jedoch ist das Gemälde „Schloß Wevelinghoven“, welches wir auf den Spuren am 3. September auf Schloß Hohenlimburg entdeckten. Der eine oder andere Mitreisende wollte kaum glauben, daß solch ein offensichtlich recht ansehnliches und umfangreiches Gebäude hier in Wevelinghoven gestanden haben soll und erste Interpretationsversuche machten die Runde.

Nun ist es so, daß auf Schloß Hohenlimburg neben dem Gemälde von Schloß Wevelinghoven auch Gemälde von anderen Schlössern der Grafen von Bentheim zu sehen sind und diese historischen Anlagen wie Schloß Rheda oder Hohenlimburg fast 1 zu 1 noch existieren. Ein Vergleich zwischen Gemälden und Wirklichkeit gibt keine Hinweise auf Übertreibungen oder besondere Überhöhungen oder darstellerische Tricks. Warum sollte der Maler oder die Werkstatt da bei Wevelinghoven eine Ausnahme gemacht haben? Auch die uns bekannten Grundrisse aus früheren Zeiten lassen durchaus den Schluß auf eine bemerkenswerte Anlage zu.

„Schloß Wevelinghoven“ dürfte als Bezeichnung erst zur Zeit der Regentschaft der Grafen von Bentheim für das vorher als „Lievendahl“ bekannte Anwesen aufgekommen sein. Wir wollen doch ein wenig mehr wissen und meinen, das verschwundene Schloß und seine Geschichte sind es wert, näher untersucht zu werden.

1670 bis 1685 trafen sich hier die Mitglieder der Reformierten Gemeinde Wevelinghoven zu ihren Gottesdiensten und Versammlungen. Der baulich schlechte Zustand wird übrigens damals nachdrücklich erwähnt mit der Bitte um Abhilfe an die Herren von Wevelinghoven, die Grafen von Bentheim.

In französischer Sprache abgefasst ist am 19. Dezember 1808 der Verkauf der „Burg“ Wevelinghoven seitens des Grafen Emil-Friedrich von Bentheim-Tecklenburg an Gerhard Koch, Kaufhändler zu Wevelinghoven. Warum dieser oder seine Nachfolger die Gebäude westlich der Erft im Laufe der Zeit aufgaben und verfallen ließen, ist nicht mehr in den Bentheimer Archiven nachzulesen, dazu werden wir andere Quellen suchen müssen.

Unser Weg führt nun zum Rhein-Kreis Neuss Archiv mit den entsprechenden Fragestellungen. Ein erster Termin dazu ist noch im Dezember verabredet.

Im Findbuch zu den Forschungen zur Geschichte unserer Region in Westfälischen Adelsarchiven begegnen uns etliche Hinweise auf Burg/Schloß Lievendahl, später Wevelinghoven. Ein Inventarverzeichnis, Rechnungen zu Bauarbeiten, Beauftragung eines Baumeisters Pasqualini, Pacht-und Kaufverträge und noch vieles mehr müssen zugeordnet und interpretiert werden.

Sicher Informationen genug, fachmännischen Rat und Begleitung zu unseren Bemühungen einzuholen.

 

VERNETZEN… im St.-Martinus-Stift

Unseren Arbeitsimpuls „Vernetzen“ konnten wir in diesem Jahr im St. Martinusstift umsetzen. Die erste Veranstaltung der 2016 folgenden Reihe „Klönen bei Kruchens“ haben wir als Verein 2015 im Rahmen eines Tages der offenen Tür im St. Martinusstift durchgeführt. Die Kapelle war Veranstaltungsort. Schon damals tauchte der Gedanke auf, solche Veranstaltungen den Bewohnern im Stift über das Hausnetz auf den Bildschirmen zugänglich zu machen…

Diesen Plan berichteten wir in der Jahreshauptversammlung im Frühjahr 2016 den Mitgliedern. Nach Prüfung der technischen Machbarkeit und der zu erwartenden Kosten konnte die Finanzierung mit Hilfe einer Zuwendung der Sparkasse Neuss aus PS-Zweckertrag und einer weiteren auf das Ziel bezogenen Spende sichergestellt und der Auftrag erteilt werden.

Die technischen Einrichtungen für Aufnahmen beziehungsweise Übertragungen aus dem Bereich der Kapelle sind geschaffen und im November in Betrieb gegangen. In einem nächsten Schritt kann die Einbeziehung des Eingangsbereiches angegangen werden, um auch diesen mit dem Haus zu vernetzen.

Die Veranstaltungen „Klönen bei Kruchens“ im Jahr 2016 hatten guten Zulauf. Aus unserem Austellungsbesuch „bös teutsch-bös evangelisch“ ging am 12. Januar ein Abend mit dem Direktor des Museums Schloß Rheydt, Dr. Karl Heinz Wiegmann hervor und die ehemalige Kölner Dombaumeisterin Dr. Barbara Schock-Werner entführte am 19. April in ihre Welt und Sicht derselben.

Zuletzt am 21. November waren 120 Besucher bei einem Abend „Klönen bei Kruchens“ mit Willibert Pauels.

Der 2016 zum erstenmal im Foyer des St. Martinus-Stiftes durchgeführte Empfang des Bürgerschützenvereins Wevelinghoven zum Ehrenabend ist es gewiß wert, den Bewohnern des Hauses auch via Bildschirm angeboten zu werden. Interessante lokale Ereignisse live zu übertragen, das wäre doch was.

Wir werden berichten.

Theo Hoer

28 Nov

Ausstellung zu 200 Jahre rheinische und westfälische Kreise

Am Donnerstag, den 1. Dezember 2016 eröffnet Landrat Hans-Jürgen Petrauschke um 19.00 Uhr im Lichthof des Kreishauses Neuss (Oberstraße 91, 41460 Neuss) eine Ausstellung über 200 Jahre rheinische und westfälische Kreise.

Alle interessierten Bürger sind zu dieser Veranstaltung eingeladen. Die Ausstellung mit dem Titel „Von der preußischen Obrigkeit zur bürgerlichen Selbstverwaltung“ ist danach bis zum 30. Dezember im Kreishaus zu sehen. Anlass ist die 200. Wiederkehr der Einrichtung von Kreisen im hiesigen Raum.

Die Wanderausstellung wurde vom Arbeitskreis der nordrhein-westfälischen Kreisarchive beim Landkreistag Nordrhein-Westfalen erarbeitet und durch das Archiv im Rhein-Kreis mit konkreten Bezügen zum Kreisgebiet ergänzt. Dabei wird deutlich, dass auch der Rhein-Kreis Neuss häufige und grundlegende Wandlungsprozesse durchlaufen hat. Im Jahr 1816 wurde er gegründet als ein mit überschaubaren Ressourcen und Kompetenzen ausgestattetes Instrument preußischer Obrigkeit. Bis heute hat er sich zu einer leistungsstarken und serviceorientierten Selbstverwaltungskörperschaft entwickelt, die eigenverantwortlich die ihr zugewiesenen staatlichen und kommunalen Aufgaben wahrnimmt.

Begleitend zur Ausstellung ist ein Sammelband mit zahlreichen Bildern erschienen, der das Thema vertieft. Die Ausstellung ist montags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr sowie freitags von 8 bis 15 Uhr geöffnet.

Bürger, die an der Eröffnung teilnehmen wollen, melden sich beim Archiv im Rhein-Kreis Neuss an unter Telefon 02133 530210 oder per E-Mail unter kreisarchiv@rhein-kreis-neuss.de.

ACHTUNG!

Der Kreisheimatbund Neuss bietet am Mittwoch, den 7. Dezember 2016 von 16.30 bis 18.00 einen geführten Besuch durch die Ausstellung. Die Führung übernimmt Dr. Stephen Schröder, der Leiter des Archivs im Rhein-Kreis Neuss.

Für Mitglieder des Kreisheimatbundes ist diese Veranstaltung kostenfrei, allerdings wird um eine verbindliche Anmeldung bis zum 5. Dezember per Mail, Telefon 02133 530210 oder Fax 02133 5302291 gebeten.

15 Nov

Jahrbuch 2017 des Kreisheimatbundes

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Die Ausgabe 2017 des vom Kreisheimatbund Neuss herausgegebenen Jahrbuches ist seit einigen Tagen erhältlich.

Auf den Leser warten 21 illustrierte Beiträge auf 300 Seiten. Einen thematischen Schwerpunkt bildet mit drei Beiträgen der 200. Jahrestag der Gründung der Kreise Grevenbroich und Neuß als Vorgänger des heutigen Rhein-Kreises durch die Preußen im Jahr 1816. Darüber hinaus finden sich in dem neuen Jahrbuch Beiträge unter anderem zu den Themen Eisenbahngeschichte, Soldatenschicksale im Ersten Weltkrieg, Musik und Sport.

Wie bei den früheren Ausgaben gehören zudem eine Bibliographie der neu erschienenen Literatur sowie eine Kreischronik zum „Jahrbuch 2017“. Hier das vollständige Inhaltsverzeichnis.

Herausgeber ist wie gesagt der Kreisheimatbund Neuss e.V., die Schriftleitung liegt beim Archiv im Rhein-Kreis Neuss, dessen Mitarbeiter auch für diesen Band wieder Beiträge verfasst haben.

Der reguläre Verkaufspreis für das Jahrbuch beträgt unverändert € 12,-. Für die Mitglieder des Kreisheimatbundes (wie unseren Verein) gilt allerdings ein Vorzugspreis von € 9,- und wir geben diesen Preisvorteil wie in den vergangenen Jahren selbstverständlich an unsere eigenen Mitglieder und Interessenten weiter.

Sollten Sie Interesse an einer Ausgabe haben (macht sich auch gut als kleines Weihnachtspräsent), bitten wir um eine kurze Nachricht.

20 Sep

Auf den Spuren 2016

 

„Ein Bild von Schloß Wevelinghoven auf Schloß Hohenlimburg“ – Thema für die Excursion 2016 mit dem Verein Historisches Wevelinghoven e.V.

Wegen möglicher und von Profis natürlich eingeplanter Behinderungen auf den Autobahnen im Rechtsrheinischen geht es am 3. September schon um 9:00 Uhr am Marktplatz in Wevelinghoven los.

Wie immer verkürzt Theo Hoer die Fahrt durch seine Berichte über Wichtiges beziehungsweise Bemerkenswertes an der Strecke. Schwebebahn mit Erbauer Eugen Langen, uns als Mitbegründer der Zuckerfabriken Pfeifer & Langen bekannt, Firmennamen wie z.B. Bayer, Vorwerk und Ibach stehen für Wuppertal.

Den Stadtnamen gibt es nach einer Neugliederung aus den Großstädten Barmen und Elberfeld und weiteren Städten erst seit 1930 durch Bürgerentscheid.

Textilfabrikantensohn Friedrich Engels engagiert sich in der Armenfürsorge des „Elberfelder System“ und der TÜV Rheinland entwickelt sich aus dem hier 1872 gegründeten „Dampfkesselüberwachungsverein“.

Die sächsische Sigiburg, heute Hohensyburg, wird schon von Truppen Karl des Großen eingenommen und grüßt hoch oben für das schnell erreichte Hagen.

Klingenschmiede und Hammerwerke und dann Schwerindustrie bei Klöckner in der Hasper Hütte, Stahlwerke Südwestfalen AG, Brandt’s Zwieback und Villosa-Süßigkeiten sind hier überwiegend Vergangenheit. Noch hat die Kaltwalzindustrie im 1975 eingemeindeten Hohenlimburg Stellenwert.

Besonders fällt hier am Eingang zu Sauerland und Südwestfalen das Schloß Hohenlimburg ins Auge.

Eine gelungene Führung mit Herrn Scholz durch dieses wahrhaft authentische Denkmal vergangener Zeiten mit Zukunftsperspektive ist der Höhepunkt des sonnigen Tages. Zwar sind Teile des Schlosses im Umbau, aber Herr Scholz hat für alle Räume einen Schlüssel.

Wir müssen schauen und das Gesehene irgenwie speichern, Fotografieren ist, dafür haben wir Verständnis, vor allem in den Umbau-und Renovierungsbereichen nicht erwünscht.

Aber das mit Spannung erwartete Gemälde von Schloß Wevelinghoven dürfen wir auch elektronisch speichern. Die Überraschung war groß und mündete teilweise in Ungläubigkeit.

Das großformatige Bild befindet sich im Kontext mit Bildern von Schloß Hohenlimburg und Rheda offensichtlich vom selben Maler.

Die Grafen, heute Fürsten von Bentheim-Tecklenburg waren bekanntlich auch die Herren von Wevelinghoven, besitzen Schloß Hohenlimburg noch heute. Lange Zeit war es nicht nur ständiger Wohnsitz sondern auch Verwaltungssitz. Aus dieser Zeit stammen vermutlich auch die Gemälde der Besitztümer und damit auch des Schlosses Wevelinghgoven.

Das Wevelinghovener Wappen im Bentheim-Tecklenburger finden wir auf einer Stickerei im Haus und in Stein über einer Türe zum Neuen Pallas, in dem übrigens auch einmal Ritter von Nesselrode wohnten.

Später, beim Besuch der von den Grafen von Bentheim-Tecklenburg begründeten reformierten Kirche unten in der Stadt, begegnen wir erneut dem alten Wevelinghovener Wappen.

Viel gehört und gesehen, viel zum Nachdenken und in Zukunft auch Nachforschen strengt an, die Einkehr im Haus Schlesierland in Hohenlimburg bietet dazu die erwünschte Pause. Küche und Service verdienen unser Kompliment, wir können dieses Restaurant empfehlen.

Weil sie am Heimweg liegt, machen wir an der monumentalen Müngstener Brücke Halt und erleben noch einmal ein wenig Nostalgie an einem Kiosk mit Minigolfbahn, Zigarren, Zigaretten, Kaffee im Becher und als Süßigkeit „Wupperschlamm“. Ein Gruß aus früheren Zeiten – wer weiß, wie lang noch zu erleben.

Punkt 19:00 Uhr, wie geplant, hält Frau Wicklein den Reisebus wieder auf dem Marktplatz an.

Mit dem Bild vom Schloß Wevelinghoven haben wir die Beschäftigung mit dem ehemaligen Sitz des Hauses Lievendahl erst begonnen, wir haben uns erinnert. Wenn die Erinnerung überschaubarer ist, werden wir das „Schloß im Park an der Erft“ markieren.

Theo Hoer