01 Sep

Auf den Spuren 2018… Alfter und Augustusburg

Die Excursion 2018 „Auf den Spuren der Wevelinghovener“ hat nicht nur in die Geschichte geschaut, sondern auch Verbindungen in die Gegenwart erkennen lassen.

Nach der um 10:00 Uhr in Wevelinghoven gestarteten Anreise empfängt die Stellvertretende Bürgermeisterin von Alfter, Frau Luise Wiechert, wie verabredet um Punkt 11:00 Uhr die Reisegesellschaft des Vereins Historisches Wevelinghoven e.V. vor dem großen Tor zum Schloss Alfter.

Eine spannende Stunde folgt. Von der Vorburg über den Schlosshof zu den hohen und hellen Wohn- und Funktionsräumen und hinab in den Keller zu den Resten der ehemaligen Ritterburg Alfter hält Frau Wiechert mit Geschichte und Geschichten die Aufmerksamkeit hoch.

Die Räume ohne jegliche Möblierung in hellem Weiß beeindrucken auf besondere Weise und lassen der Phantasie und der Frage Raum, was man wohl selber mit einem solchen Schloss machen und wie man sich einrichten würde.

Der Blick aus den großen Fenstern des oberhalb des Ortes und der Region gelegenen Schlosses über das Rheintal und Bonn bis zum Siebengebirge lässt geradezu spüren, was sich die Erbauer dieses 1721 fertiggestellten „Hohen Hauses“ und wohl auch der vorherigen Ritterburg bei der Wahl des Standortes gedacht und erhofft haben.

Die Verbindung zwischen Wevelinghoven und Alfter und untergegangenen sowie heute noch existierenden Herren-, Grafen- und Fürstengeschlechtern ist hier nicht in Stein dokumentiert.

Aber die Ausführungen von Frau Wiechert und eine Festschrift des Vereins „Haus der Alfterer Geschichte“ geben Auskunft und selbst das Sonnenlicht und die angenehme Kühle des späten Vormittages lenken beim Blick aus den hohen Fenstern die Gedanken auf merkwürdige Weise aus dem Jetzt und dem Alltag.

Eine willkommene Pause und Einkehr in der empfehlenswerten Backmanufaktur „Café Nelles“ Am Herrenwingert lässt das Erlebte im Gespräch nachklingen und bereitet zugleich auf den Nachmittag vor.

Der ist ab 14:15 Uhr mehr als 2 Stunden ausgefüllt mit einer großen Führung im Schloss Augustusburg in Brühl. Warum nach Alfter Schloss Augustusburg? Sicher, es liegt am Weg und man darf an einem solchen Weltkulturerbe nicht einfach vorbeifahren.

Theo Hoer formuliert andere Zusammenhänge: Beide Schlösser sind etwa zur gleichen Zeit, in der Zeit des Barock gebaut. Die Herren von Alfter, die Grafen von Salm Reifferscheid und Dyck sind Erbmarschall von Kurköln, wie es fast 300 Jahre vorher Wilhelm von Wevelinghoven ist. Seine Tochter Irmgard von Wevelinghoven, die Mutter war Ricarda von Alfter, ist Erbin von Alfter und bringt somit das Erbmarschallamt mit in die Ehe mit Johann dem VI und damit in die Familie Salm Reifferscheidt Dyck.

Außerdem ist der Vergleich zwischen dem Schloss des Kurfürsten und dem seines Erbmarschalles ein Hinweis auf den gebührenden Abstand zwischen diesen.

Die eindrucksvolle Führung im Schloss Augustusburg mit Frau Elana Stromberg, geht mit den Erläuterungen zum Bau und zur Gestaltung sowie Funktion einzelner Räume auch auf die politischen, gesellschaftlichen, kulturellen und zivilisatorischen Gegebenheiten der Zeit ein.

Das ersetzt manche Geschichtsstunde und hellt Zusammenhänge und Begriffe auf.

Vom millionenschweren beziehungsweise teuren Sekretär sehen wir im nächsten Augenblick im Deckenfries Flohfallen für die Perücke und in einem prächtigen Speise Zimmer wird klar, was der Begriff „Augenschmaus“ bedeutet. Eine Balustrade, die man in der Form nur in diesem Raum im Schloss findet, ist vorgesehen für Gäste, die zuschauen aber nicht am Mahl teilnehmen dürfen. Also nur mit den Augen schmausen.

Sich losreißen von dem Anblick des großartigen Treppenhauses und dem herrlichen Garten fällt deshalb nicht so schwer, weil, wir erleben es auf der Rückfahrt, wir selbst mit einem Bus nur eine Dreiviertelstunde Fahrstrecke zwischen Wevelinghoven und Schloss Augustusburg feststellen. Einer Wiederholung, dann vielleicht mit einem Spaziergang durch den Park zum Jagdschloss Falkenlust steht nichts im Wege. Privat oder, wenn sich genügend Interessierte finden auch im Vereinsprogramm organisiert.

Text: Theo Hoer

 

Wevelinghoven und Alfter

Zwei Jahrhunderte sind der Rahmen unserer Exkursion 2018 Auf den Spuren der Wevelinghovener“.

Die Verbindung zwischen Wevelinghoven und Alfter sehen wir im 15. Jahrhundert wachsen, die Schlösser zeigen uns Bauweise- und im Schloss Augustusburg Ausstattung des Barock und frühen Rokoko im 18.Jahrhundert

Zunächst 600 Jahre zurück in das 15. Jahrhundert.

Wilhelm II, Sohn von Friedrich von Wevelinghoven und Irmgard von Broich, ist Herr von Wevelinghoven.

1418 heiratet er Maria (Ricardis), Erbin von Alfter, Tochter von Johann von Alfter und Maria von der Mark-Arenberg. Mit dem Haus und der Burg Alfter ist das Marschallamt von Kur-Köln verbunden und vererbbar.

Das Marschallamt ist ein hohes Hofamt an den landesherrlichen Höfen der Zeit, teils auch mit militärischen Aufgaben, teils mit traditionellen Rollen verbunden. Wenn es erblich ist, nennt sich der Amtsträger Erbmarschall.

Da Johann von Alfter und Maria von der Mark-Arenberg keine männlichen Nachkommen haben, erbt die Tochter Ricarda mit der Herrschaft Alfter auch das Erbmarschallamt des Hochstifts Köln.

Herrschaft Alfter und Erbmarschallamt bringt sie mit in die schon erwähnte Ehe mit Wilhelm II von Wevelinghoven, der fortan auch als Herr von Alfter und Erbmarschall firmiert.

Zu seinen Aufgaben und Privilegien schreibt Hauptlehrer Hermann Baumanns in seiner Chronik von Wevelinghoven:

Die Rechte des Erbmarschalls waren unter anderem,

  • das Pferd des Kaisers in Empfang zu nehmen, dass die neue Majestät ritt, wenn dieser in Aachen gekrönt wurde
  • beim Tod des Erzbischofs dessen Leibwagen und Gespann an sich zu nehmen (hat er nicht erlebt, Erzbischof Friedrich von Saarwerden starb 1414 und Wilhelms Erzbischof Dietrich II Graf von Moers 1463)
  • von sämtlichen Äbten und Äbtissinnen der Benediktiner im Erzstift Inthronisationsgelder zu erheben
  • dem Landtag zu präsidieren
  • den Scharfrichter des Erzbistums zu ernennen
  • Verträge des Erzbischofs zu besiegeln

So besiegelte Wilhelm von Wevelinghoven die Sühne zwischen Erzbischof Dietrich von Moers und Herzog Adolf von Jülich Berg sowie bald danach den Sühnevertrag mit der Stadt Neuss.

300 Jahre ist zu dieser Zeit im 15. Jahrhundert das Haus Wevelinghoven nach uns bekannten Dokumenten lokal, regional und auch überregional benannt und aktiv.

Die Hauptlinie endet nun, Wilhelm von Wevelinghoven und Ricarda haben keinen Sohn.

Aber die Töchter können, wenn auch nicht als Haupt der Familie, das Erbe der Eltern antreten und zum Beispiel in eine Ehe mitnehmen.

Die älteste Tochter Irmgard erbt Burg und Herrschaft Alfter und das damit verbundene Erbmarschallamt von Köln. Letzteres kann sie als Frau nach den Gesetzen der Zeit nicht wahrnehmen beziehungsweise ausüben.

Sie heiratet Johann VI von Reifferscheid Graf zu Salm. Ihm vererbt Wilhelm mit Urkunde datiert vom 30.03.1445 Alfter sowie das Marschallamt.

Die Deutsche Biographie bezeichnet Johann VI von Reifferscheid Graf zu Salm als Stammvater der Grafen, Altgrafen und Fürsten zu Salm-Reifferscheid-Krautheim und Dyck sowie Alfter und seit 1600 Bedbur und Hackenbroich.

Von der Stammmutter Irmgard von Wevelinghoven , Erbin von Alfter, ist dann in der Deutschen Biographie nicht mehr die Rede.

Der Besitz wird 1649 aufgeteilt, Erich Adolf -1619-1673 erhält die halbe Grafschaft Salm, die Herrschaften Reifferscheid, Bedbur und Alfter, Ernst Salentin erhält Dyck und Hackenbroich.

Das 18. Jahrhundert ist erreicht.

Das heutige Schloss errichtete 1721 Graf Wilhelm von Salm. Es war von 1930 bis 1961 Sitz der Familie von Fürst Franz Josef zu Salm-Reifferscheid-Krautheim und Dyck. Nach dessen Tod 1961 wurde der Familienwohnsitz nach Schloss Dyck verlegt.

Simeon Reichsgraf Wolff-Metternich zur Gracht, der Enkel von Fürst Franz Josef, ist heute der Eigentümer.

Text: Theo Hoer

 

Wie lernt man sich kennen?

Das Kennenlernen zukünftiger Eheleute dürfte im 15. Jahrhundert wohl kaum dem Zufall überlassen worden sein.

Das bedeutet nicht, dass Begegnungen – offiziell natürlich unter Aufsicht – vor dem Ja-Wort ausgeschlossen waren.

Die Herren von Alfter waren als Erbmarschall von Köln mit Sicherheit mehr oder weniger regelmäßig „bei Hofe“, sprich im Umfeld des Landesherren Erzbischof von Köln.

Davon können wir auch bei den Wevelinghovenern ausgehen, die bekanntlich in verschiedenen Rollen Beziehungen zum Erzbischof, zu seinem Umfeld, zum Domkapitel, zu wichtigen Klöstern hatten, auch verwandtschaftliche Beziehungen.

Ein ständiges oder zeitweiliges Wohn- und Repräsentationsquartier in der Nähe der Macht ist für die Familien des frühen rheinischen Adels denkbar, denkbar auch, dass man sich dort begegnete.

Denkbar, vielleicht wahrscheinlicher, dass dem Erzbischof oder seinen Mitarbeitern die familiäre Situation in Alfter bekannt war und man es nicht dem Zufall überlassen wollte und konnte, wer das Amt des Erbmarschalls von Köln erbt.

Die Wevelinghovener waren beim Erzbischof, vielleicht sogar bei ihm persönlich, gewiss aber bei seiner „Verwaltung“ bekannt.

Domherren, Klostergründer, Äbte und Äbtissinnen, Deutsch-Ordens Komthur der Niederlande, ein zu seiner Zeit bedeutsamer Bischof von Münster und später von Utrecht aus dem Haus Wevelinghoven waren nicht zu übersehen.

Besitz, Aufgaben, Ämter etc. ergeben bei Wilhelm II eine durchaus bemerkenswerte Liste.

Nicht unwahrscheinlich, dass in Bezug auf den zukünftigen Erbmarschall der Hof zumindest keinen Einspruch erhob, sich vielleicht sogar fördernd beteiligte.

Sicher kann man davon ausgehen, und im Original ist darauf Bezug genommen, dass Wilhelm sein Testament zugunsten seines Schwiegersohnes Johann VI von Reifferscheid, Graf zu Salm, vorher mit dem Erzbischof beziehungsweise seiner zuständigen Administration abgeklärt hat.

Das Ergebnis ist bekannt. Im roten Prunkmantel sieht man hoch zu Ross einen stolzen Reitersmann auf einem Gemälde, welches heute im Schloss Dyck zu sehen ist. „Erbmarschall von Köln“ steht drunter.

Allerdings nicht „geerbt von Wilhelm von Wevelinghoven“. Die Alfter Bürger beschäftigen sich mit der Geschichte ihrer Heimat, wie wir es im Verein Historisches Wevelinghoven auch tun, es gibt sogar ein „Haus der Alfterer Geschichte“.

Unter dem Titel „Macht und Pracht-Schloss Alfter und seine Herren“ begleitet eine lesenswerte Broschüre die 950-Jahr-Feier des Ortes Alfter 2017.

Wilhelm von Wevelinghoven mit seiner Frau Ricarda von Alfter und deren Tochter Irmgard von Wevelinghoven als Erbin von Alfter kommen auch drin vor.

 

12 Jul

Exkursion am 25. August nach Alfter/Augustusburg

(Schloß Augustusburg. Bild: Wikipedia – von GavailerEigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Link)

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Interessenten,

nachfolgend das Programm und Verlauf unserer diesjährigen Exkursion „Auf den Spuren“ nach Schloß Alfter in Alfter und nach Schloß Augustusburg in Brühl.

Wilhelm von Wevelinghoven war um 1440 durch Heirat Herr von Alfter und damit Erbmarschall des „Erzstifts Cöln“. Von ihm erben die Grafen von Salm-Reifferscheidt-Dyck die Herrschaft Alfter und das hohe Amt des Erbmarschalls und bleiben hier bis heute, allerdings nun nicht mehr als Erbmarschall.


(Schloß Alfter. Bild: Wikipedia – von WolkenkratzerEigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Link)

Das heutige Schloß Alfter wird zu der Zeit gebaut, in der auch das Schloß Augustusburg entsteht. Zusammenhänge suchen und über die Ortsgrenzen schauen ist Ziel unseres Programms „Auf den Spuren“.

Samstag, den 25. August 2018:

10:00 Uhr:  Abfahrt ab Wevelinghoven Marktplatz – Seite Oststraße
11:00 Uhr: 
Schloß Alfter – Besichtigung mit Frau Wiechert
12:15 Uhr:
  Einkehr in Alfter: Kaffee, Kuchen, kleiner Imbiß
13:15 Uhr:  Weiterfahrt nach Brühl
14:15 Uhr:  Speziell für uns gebucht:  „Große Führung“ – wir schauen in Räume, die sonst nicht im Führungsprogramm sind.
15:30 Uhr:  Verdiente Erfrischung und Verschnaufpause in Brühl
17:30 Uhr:  Rückfahrt nach Wevelinghoven
18:30 Uhr:  Ankunft Wevelinghoven Marktplatz

Anmeldung, bitte auch Teilnehmer, die bereits nach der Aachenfahrt gelistet sind, durch Überweisung des Beitrages für Fahrt, Schloß Alfter und Schloß Augustusburg – Eintritt und Führung incl. Tips € 37,- für Mitglieder unseres Vereins, Gäste zahlen € 40,- auf Konto Sparkasse Neuss IBAN DE82 3055 0000 0093 1369 01 mit dem Betreff „Alfter/Augustusburg“.

Bis zum 25. August grüßt für den Vorstand
Ihr Theo Hoer Bm. a. D.
Vorsitzender

 

11 Jul

Busexkursion des Kreisheimatbundes am 21. Juli 2018

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Kreisheimatbund Neuss lädt Sie herzlich ein zur

ganztägigen Busexkursion
zu den Ausstellungen „Frieden. Von der Antike bis heute“ in Münster am Samstag, dem 21. Juli 2018.

Abfahrten des Busses:
8.00 Uhr Dormagen, Parkplatz am Friedhof, Matthias-Giesen-Straße,
8.30 Uhr Neuss, Parkplatz an der Eissporthalle, Jakob-Koch-Straße 1,
8.45 Uhr Lank-Latum, Bushaltestelle am Kreisverkehr vor dem Ortseingang Lank.

Im Jahr 2018 jährt sich das Ende des Ersten Weltkriegs zum 100. Mal und zugleich liegt der Beginn des Dreißigjährigen Krieges 400 Jahre zurück. Der Kreisheimatbund nimmt diese historischen Jahrestage zum Anlass, das Thema „Frieden“ in den Mittelpunkt seines Jahresprogramms zu stellen.

In Münster, der Stadt des Westfälischen Friedens von 1648, greifen mehrere Ausstellungen das Thema in unterschiedlichen Perspektiven auf. Eine Auswahl der Ausstellungen wird uns die Dimensionen von „Frieden“ vermitteln.

Folgender Ablauf ist vorgesehen:

10.30 Uhr: Ankunft am Aegidi-Markt in Münster, gemeinsamer Gang zum LWL-
Museum für Kunst und Kultur.

11.00 Uhr: Führung durch die Ausstellung „Wege zum Frieden“ im LWL-Museum. Im Anschluss an die Führung besteht Gelegenheit, die Ausstellung circa eine halbe Stunde selbständig zu erkunden.

12.45 Uhr: Gang zum gemeinsamen Mittagessen im Restaurant „Altes Gasthaus
Leve“ (Alter Steinweg 37). Bitte geben Sie schon bei der Anmeldung an, welches
Essen Sie vorbestellen möchten (hier die Speisekarte als PDF).

14.30 Uhr: Alternativ Besuch der Ausstellung im Stadtmuseum „Ein Grund zum
Feiern? Münster und der westfälische“ oder Besuch der Ausstellung „Frieden. Wie im Himmel so auf Erden?“ im LWL-Museum. Bitte wählen Sie diejenige Ausstellung aus, die Sie besuchen möchten und geben Sie dies bitte schon bei der Anmeldung an.

16.15 Uhr: Treffen aller Teilnehmer am Haupteingang des LWL-Museums für Kunst und Kultur „an der Rothenburg“ und gemeinsamer Gang zum Abfahrtsort des Busses.

16.30 Uhr: Rückfahrt in den Rhein-Kreis Neuss.

18.00 Uhr – 18.30 Uhr: Ankunft an den Ausstiegsmöglichkeiten wie bei der Hinfahrt.

Die Exkursion wird von unserem Vizepräsidenten Reinhold Mohr geleitet.

Für die Teilnahme fällt eine Gebühr von 20,- € pro Person an. Sie umfasst die Busfahrt sowie die Kosten für Eintritte und die Führung. Der Betrag wird im Bus bar eingesammelt. Die Kosten für das Mittagessen sind individuell zu tragen.

Die Mindestteilnehmerzahl beträgt 25 Personen. Die Geschäftsstelle bittet um eine verbindliche Anmeldung mit diesem Anmeldeformular per Post, Mail oder Fax bis zum 19. Juli 2018. Geben Sie dabei für eventuelle Rückfragen bitte Ihre Telefonnummer bzw. Ihre E-Mail-Adresse an.

Der Vorstand freut sich auf Ihre Teilnahme und verbleibt

Mit freundlichen Grüßen
Beate Pricking
Präsidentin

 

31 Mai

Aachen war gut…

Aachen Suermondt

…das jedenfalls, kurz beschrieben, ist die einhellige Meinung der Reisegruppe des Vereins Historisches Wevelinghoven e.V. zu einem interessanten Besuch der Kaiserstadt und einer besonderen Ausstellung im Suermondt-Ludwig Museum am Freitag, den 25. Mai 2018.

Ein echtes Highlight ist die Führung durch das Haus sowie die Ausstellung durch Herrn Tilger. „Geben Sie mir noch fünf Minuten…“ fragt er mehrmals am Ende der 90-minütigen spannenden Reise mit Ihm durch die Welt des Sammlers Suermondt, die Kunstgeschichte und den Kunsthandel damals und auch heute. Die mehrmaligen fünf Minuten reichen natürlich nicht und wir hätten noch lange zuhören und staunen können.

Aachen Suermondt

Beruhigend ist, dass ein großer Teil der ausgestellten Werke dank der Stiftung Suermondt im Museum auf der Wilhelmstrasse ständig ausgestellt sind und ein späterer Besuch jederzeit zur Auffrischung des Gehörten und zur Erinnerung beitragen kann.

Wie schon mehrfach erprobt, macht Theo Hoer auf dem danach folgenden Bummel in die Stadt mehrmals Halt, vermittelt Eindrücke, berichtet zur Geschichte und hat die eine oder andere eher im Volksmund entstandene Deutung parat.

Aachen Suermondt

Straßenzüge, die man ansonsten zügig durcheilen würde, werden zur Geschichtsstunde, das Viertel „Henger Herjotts Fott“ und die dazugehörige Kreuzigungsgruppe im oberen Wirichsbongard erheitern und machen nachdenklich.

Ein Blick durch eine Toreinfahrt auf eine in dieser zentralen Stadtlage nicht erwartete Fassade, Elisengalerie und Elisenbrunnen verkürzen gefühlt den Weg zu einer verdienten und willkommenen Einkehr am fein gedeckten langen Tisch im Restaurant Elisenbrunnen.

Aachen Suermondt

Eine wenig Zeit bleibt sogar noch für eine Stippvisite zu Markt, Katschhof, Dom und Münsterplatz nach eigenem Belieben und zum Einkauf von Printen für Sonntag und leckerem Brot für den nächsten Morgen.

Aachen Suermondt

Ein Gruppenfoto zwischen Säule 4 und 5 in der Rotunde im schwefeligen Odeur der heißen Aachener Quellen muss abschließend natürlich auch sein. Wir werden Aachen im Auge behalten!

Theo Hoer Bm a. D.
1. Vorsitzender

 

01 Mai

Über die Fluren 2018 und Mitgliederversammlung

Historisches Wevelinghoven Sinsteden 2018

ÜBER DIE FLUREN 2018

Nach Plan verlaufen ist am Mittwoch, den 25. April 2018 die Führung im Kreislandwirtschaftsmuseum Sinsteden mit anschließender Jahreshauptversammlung sowie das Abschlußseminar Feldfrüchte.

Frau Dr. Kathrin Wappenschmidt nimmt uns im Landwirtschaftsmuseum mit auf eine Zeitreise durch die Landwirtschaft in unserer Heimat. Eher schlicht mutet zunächst der Präsentationsraum im ehemaligen Kessel-Hof an. Wenige Geräte dokumentieren exemplarisch das „Gestern“, umfangreiche aber auf das Bedeutsame gerichtete Texte und Bilder interpretieren den Wandel zum „Heute“ und motivieren, über das „Morgen“ nachzudenken.

Was auf den ersten Blick unspektakulär daherkommt, wird in der Führung duch die Museumsleiterin lebendig, ja richtig spannend und fordert zur Diskussion heraus. So gut wie unbekannt ist selbst uns „vom Lande“ die Tatsache, daß vor dem Einsatz der schweren Kaltblutpferde das Maultier dem Menschen unverzichtbare Hilfe bei schwerer Arbeit, Transport und Reise war.

Historisches Wevelinghoven Sinsteden 2018

Ein Blick in die Ausstellung zum „Archiv des Rheinischen Kaltblutpferdes“, 1997 dem Kulturzentrum Sinsteden von der Kreiszüchterzentrale übergeben, gibt Auskunft über Geschichte und Einsatzt der Arbeitstiere. Auskunft über die Bemühungen, ein „Pferd kaltblütigen Schlages mit starken Knochen zu züchten“ gibt auch das 1892 gegründete „Rheinische Pferdestammbuch“.

Kompliment und herzliches Dankeschön an Frau Dr. Wappenschmidt für die interessanten Informationen.

MITGLIEDERVERSAMMLUNG 2018

Wir bleiben im Museum und können hier die satzungsgemäß vorgesehenen Punkte der Mitgliederversammlung 2018 mit den Berichten zum Geschäftsjahr 2017 inclusive Kassenbereicht und zu den aktuellen sowie zukünftigen Planungen, der Mittelbereitstellung und der Programmvorschau 2019 abwickeln.

Kassiererin Magda Hoer und der gesamte Vorstand werden auf Vorschlag der Kassenprüfer Günter Piel und Dr. Helmut Hauser einstimmig entlastet. Geschäftsführer Armin Mohren teilt mit, daß wir mit Datum vom 25. Oktober 2017 vom Finanzamt Grevenbroich den Freistellungsbescheid zur Körperschafts- und Gewerbesteuer erhalten haben, der Verein ist damit weiterhin als gemeinnützig anerkannt.

Die Stadt Grevenbroich hat unseren Antrag auf Anbringung einer Hinweistafel „Markierung Motte im Zubend“ in Wevelinghoven an der Erftbrücke Klosterweg genehmigt. Die Beschäftigung mit „Burg Lievendahl/Schloß Wevelinghoven“ an der Erft im heutigen Stadtpark wird besprochen. Die Obere Mühle – “Kottmanns Mühle” – zu markieren ist ein weiteres Ziel, erste Gespräche mit Mitgliedern der Familie Kottmann haben stattgefunden.

Im Programm 2018 bietet der Verein Historisches Wevelinghoven am 25. Mai 2018 einen Besuch der Ausstellung “Gestatten Suermondt! Sammler, Kenner, Kunstmäzen” im Suermondt-Ludwig-Museum in Aachen mit anschließendem kleinen Kaiserstadtbummel an.

Am 25. August 2018 führt uns die traditionelle Excursion „Auf den Spuren…“ nach Alfter und zu einer Sonderführung nach Schloß Augustusburg bei Brühl.

Pünktlich um 18:00 kann Vorsitzender Theo Hoer die JHV schließen und nach Kultur, Geschichte und Vereinsangelegenheiten den letzten Tagesordnungspunkt aufrufen.

Historisches Wevelinghoven Sinsteden 2018

SEMINAR PRODUKTKUNDE MIT VERKOSTUNG

Im Cafe Stüffje empfangen uns Herr und Frau Zachäus zu köstlichen, knusprigen und wirklich frischen Reibekuchen. Toller Abschluß, wir fühlen uns wohl. Wiederholung, dann vielleicht mit Führung in den RÜCKRIEM-Hallen ist angedacht!

Theo Hoer Bm a. D.
1. Vorsitzender

Historisches Wevelinghoven Sinsteden 2018

Historisches Wevelinghoven Sinsteden 2018